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Frau beim Zahnarzt

Arztbesuch des Grauens? 5 Tipps gegen die Angst vorm Zahnarzt

von Florian, 06.06.2018

Jeder vierte Erwachsene quält sich unter hoher psychischer Belastung zum Zahnarzt. Manchmal ist die sogenannte Dentalphobie so stark, dass die Angstpatienten Zahnschäden in Kauf nehmen. Hast du auch Angst vorm Zahnarzt? Diese fünf Tipps können helfen.

1. Klare Kommunikation

Am besten sagst du gleich, was Sache ist, wenn du deinen Zahnarzttermin vereinbarst. Dann können sich dein Zahnarzt und das Praxispersonal darauf einstellen, dass sie es mit einem Angstpatienten zu tun haben. Weiß dein Zahnarzt über deine Angst Bescheid, kann er dir die Behandlung, die dabei verwendeten Geräte und die Wirksamkeit der Betäubung genau erklären. Es gibt auch Zahnärzte, die auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert sind.

2. Laute Musik auf Noise-Cancelling-Kopfhörern

Knirschende und knackende Zähne, das Summen des Bohrers und das Kratzen am Zahnstein – manchmal sind die nur schwer zu ertragenden Geräusche der Hauptgrund, warum es jemandem vor einem Besuch beim Zahnarzt graut. Das wissen die Ärzte. Deshalb haben sie in der Regel nichts dagegen, wenn du deine eigene Playlist mitbringst und während der Behandlung Musik über Kopfhörer genießt. Am besten eignen sich dafür sogenannte Noise-Cancelling-Kopfhörer mit aktiver Störgeräuschunterdrückung. Sie reduzieren Umweltgeräusche deutlich effektiver als herkömmliche Modelle.

3. An Lavendel riechen

Einer Studie des King's College in London zufolge kann Lavendelduft dazu beitragen, bei Angstpatienten für Entspannung zu sorgen. Dafür wurden 340 Personen vor einem Zahnarztbesuch vier Wochen lang regelmäßig mit Lavendelduft konfrontiert. Laut den britischen Forschern sank das Angstniveau der Patienten dadurch beträchtlich. Schaden kann es sicher nicht, wenn du regelmäßig an getrockneten Lavendelblüten oder Lavendelöl schnupperst – selbst wenn es deine Angst vor dem Zahnarzt nicht lindern können sollte, riecht das lilafarbene Kraut zumindest gut.

4. Die Angst überwinden mit Verhaltenstherapie

Ein Psychotherapeut kann dir dabei helfen, deine Dentalphobie zu überwinden. Feststellen muss eine solche Angststörung immer ein Arzt oder ein zugelassener Psychotherapeut. Bei entsprechender Diagnose kann eine Verhaltenstherapie erfolgen. Dabei lernst du, dir deiner Ängste bewusst zu werden. Gemeinsam mit dem Therapeuten arbeitest du daran, deine Gedanken bewusst zu steuern. So machst du dir Schritt für Schritt bewusst, dass deine Angst übertrieben ist – hast du es geschafft, deine erlernten Denkstrukturen zu ändern, kann dir die Angst vor dem Zahnarzt irgendwann nichts mehr anhaben. Eine solche Verhaltenstherapie ist allerdings kein Garant dafür, dass du deine Angst vorm Zahnarzt komplett ablegst.

Achtung: Informiere dich vorher, unter welchen Voraussetzungen deine Krankenkasse die Kosten für eine solche Behandlung übernimmt.

Frau wird beim Zahnarzt betäubt
Es gibt zwar Schöneres im Leben als eine lokale Betäubung beim Zahnarzt, diese ist jedoch besser verträglich als eine Vollnarkose.

5. Wenn gar nichts hilft: Vollnarkose

Eine Vollnarkose ist immer mit einem Narkoserisiko verbunden. Doch für manche Angstpatienten ist diese Art der Betäubung die angenehmste Variante. Vor allem bei umfangreichen Sanierungen des Gebisses oder aufwendigen Weisheitszahn-OPs wird die Vollnarkose von Zahnärzten angeboten. Du solltest dich jedoch nicht leichtfertig für den totalen Knock-out entscheiden: Beachte, dass dir danach übel sein kann und der Arzt deine Kiefergelenke unter Umständen weiter dehnt, als du es im wachen Zustand zulassen würdest. Das kann zum Beispiel zu Verletzungen der Muskelfasern führen. Damit deine Krankenkasse die Kosten für die Vollnarkose-Behandlung übernimmt, ist bei Angstpatienten dafür ein Nachweis der Phobie durch das psychiatrische Attest eines Therapeuten notwendig. Ansonsten sind die Kosten dieser Vollnarkose vom Versicherten selbst zu bezahlen

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