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Mann leidet unter Migräne

Kopfschmerztagebuch, Ausdauersport & Co: 5 Tipps, wie du Migräne vorbeugen kannst

von Florian, 12.07.2018

Ein schmerzhafter Migräneanfall legt dich oft für den ganzen Tag lahm. Durch vorbeugende Maßnahmen lässt sich die Zahl der Anfälle jedoch reduzieren. Hier findest du 5 Tipps, die dir helfen können.

1. Triggerfaktoren dokumentieren und vermeiden

In der Regel tauchen Migräneanfälle nicht einfach aus heiterem Himmel auf, sondern werden von bestimmten Triggerfaktoren ausgelöst. Diese sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, doch oft handelt es sich um Reize wie grelles Licht oder starken Lärm, hormonelle Veränderungen, Schlafmangel, Stress, große körperliche Anstrengung oder Wetterumschwünge. Mitunter können auch Lebensmittel der Auslöser sein. Um deine individuellen Triggerfaktoren ausfindig zu machen, kann ein Migränetagebuch hilfreich sein, in dem du über einen längeren Zeitraum festhält, welche Auslöser zu einem Anfall geführt haben könnten. Viele dieser Triggerfaktoren kannst du künftig vermeiden. Einen Vordruck für ein solches Migränetagebuch oder Kopfschmerzkalender findest du zum Beispiel bei der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).

2. Regelmäßiger Ausdauersport kann helfen

Regelmäßiger Ausdauersport wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen wird laut den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zur Prophylaxe von Migräne empfohlen – auch wenn noch unklar ist, ob der Sport direkt wirkt, oder ob er eher als "alternatives Entspannungsverfahren" fungiert, das Kopfschmerzpatienten das Leben erleichtert.

Mehrere Studien weisen jedenfalls darauf hin, dass die Anzahl sowie die Heftigkeit von Migräneattacken durch Ausdauersport zurückgehen kann. Übertreiben solltest du es mit dem Joggen jedoch nicht. Ungewohnt intensiver Sport kann auch gegenteilige Effekte haben und Migräneattacken triggern. Das für dich passende Level sportlicher Aktivität musst du selbst herausfinden. Kontaktiere im Zweifel einen Arzt. Versuch es doch mal mit unserem Online-Programm " Laufend in Form".

3. Migräne-Medikamente

Bei häufigen oder sehr schweren Migräneattacken, die einen großen Leidensdruck erzeugen, kann auch eine medikamentöse Migräneprophylaxe hilfreich sein. Ob er dauerhaft Medikamente zur Vorbeugung von Migräne verschreibt, muss der behandelnde Arzt individuell abwägen.

Laut DMKG ist die Wirksamkeit der Betablocker Metoprolol und Propranolol, des Kalziumantagonisten Flunarizin, der Antikonvulsiva Topiramat und Valproinsäure sowie von Amitriptylin am besten belegt. Welches Medikament am besten wirkt, ist von Begleiterkrankungen und den individuellen Bedürfnissen des Patienten abhängig. Eine medikamentöse Prophylaxe wird zudem stets in Verbindung mit nicht-medikamentösen Maßnahmen wie zum Beispiel Ausdauersport oder Entspannungsübungen durchgeführt.

4. Psychologische Therapien

Entspannungsverfahren oder eine kognitive Verhaltenstherapie können bei Migränepatienten vorbeugend angewendet werden. Taucht die Migräne hochfrequent in geringen Abständen auf und schränkt die Lebensqualität erheblich ein, wird auch zu Verfahren aus der psychologischen Schmerztherapie geraten. Welche Kosten für therapeutische Verfahren deine Krankenkasse übernimmt, solltest du im Einzelfall abklären lassen.

5. Akupunktur

Auch Akupunktur nach dem Prinzip der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat in der Migränevorbeugung schon Wirkung gezeigt und kann bei Patienten eingesetzt werden, die eine Prophylaxe mit Medikamenten nicht vertragen. Die Überlegenheit einer klassischen Akupunktur gegenüber einer Scheinakupunktur mit "falschen" Akupunkturpunkten ist nach aktuellen Untersuchungen der DMKG jedoch nur minimal. Deshalb dürfen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Akupunktur-Behandlung bei Migräne auch nicht übernehmen.

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