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Obacht! 6 Lebensmittel-Fallen für Vegetarier und Veganer

von Sirany, 13.03.2018

Du weißt, dass Lebensmittel vegetarisch oder vegan sind, wenn … sie entsprechend gekennzeichnet sind. Anderen Produkten kannst du nicht trauen: In ihnen verstecken sich oft tierische Inhaltsstoffe.

1. Tierisches Lab im Käse

Lab ist nötig, damit Milch gerinnt und daraus Käse werden kann. Das Enzymgemisch kommt auf natürliche Art und Weise in Kälbermägen vor. Um das Lab zu gewinnen, werden die Mägen tiefgefroren, zerkleinert und in eine spezielle Extraktionslösung eingelegt – kein besonders appetitlicher Gedanke … egal, ob man Vegetarier ist oder nicht.

Glücklicherweise kann aus Schimmelpilzen ein Labaustauschstoff hergestellt werden. Das Problem: Hersteller müssen nicht deklarieren, ob der Produktionshilfsstoff Lab tierischen oder mikrobiellen Ursprungs ist. Immer mehr Firmen geben das jedoch freiwillig an. Außerdem gilt generell: Für die weltweite Käseproduktion wird immer seltener Naturlab verwendet.

2. Mit Gelatine geklärter Wein und Saft

Fruchtsäfte und Wein werden geklärt, um Trüb-, Farb- und Aromastoffe zu entfernen. Für diesen Vorgang wird mitunter Speisegelatine aus Schwein oder die getrocknete Schwimmblase von Stören oder Welsen verwendet. Auf dem Produktetikett angegeben werden muss das nicht. Also lieber gleich die Getränke kaufen, die als vegetarisch bzw. vegan gekennzeichnet sind. Der Hinweis „naturtrüb“ ist zum Beispiel oft ein gutes Zeichen.

Auch Bier kann übrigens mithilfe einer Fischblase geklärt werden – allerdings nur in anderen Ländern. Bei deutschen Brauereien ist das dank des Reinheitsgebots zum Glück verboten.

3. Fleischfressende Feigen

Um eine Feigenblüte zu bestäuben, kriecht die sogenannte Feigenwespe durch eine enge Öffnung in die Blüte hinein und verliert dabei ihre Flügel. Sie kann nicht mehr davonfliegen und wird durch die Enzyme der Feige vollständig zersetzt. Na lecker! Das Makabre bei der Sache: Erst durch die Feigenwespe wird die Blüte befruchtet und kann zur reifen Frucht werden. Des einen Tod ist also quasi des anderen Leben. Und Feigen sind strenggenommen leider nicht komplett vegan bzw. vegetarisch.

Junger Mann mit Einkaufskorb im Supermarkt
Irrgarten Supermarkt: In vielen Produkten entdeckt man erst auf den zweiten Blick tierische Inhaltsstoffe

4. Roter Farbstoff aus Läusen

Hast du dich schon einmal gefragt, was hinter dem Lebensmittelzusatzstoff E120 steckt? Er steht für den roten Farbstoff Karmin, der unter anderem in diversen Süßigkeiten, Getränken und Kosmetikprodukten wie Lippenstift enthalten ist. Echtes Karmin wird aus weiblichen Schildläusen gewonnen, die zerquetscht und ausgekocht werden. Für viele Vegetarier und Veganer ein No-Go.

5. Chips mit tierischem Beigeschmack

In einigen Chips sind tierische Extrakte von Wild oder Schwein enthalten. Die Hersteller müssen die tierischen Zusatzstoffe nicht kennzeichnen – und tun es häufig auch nicht. Deshalb besser an die klar als vegetarisch oder vegan deklarierten Sorten halten, im Internet recherchieren, welche Marken „clean“ sind, oder eine Produktanfrage an das Unternehmen stellen.

6. Schweineborsten im Brot

Was haben Schweineborsten in Backwaren zu suchen? Das fragen wir uns auch, doch viele Bäcker benutzen diese oder Vogelfedern, um den Teig geschmeidiger zu machen. Verantwortlich dafür ist die Aminosäure L-Cystein, die aus den Borsten oder Federn gewonnen wird. Doch ob bei der Herstellung eines Brots L-Cystein zum Einsatz kam, ist kaum nachvollziehbar – außer in Bio-Bäckereien. Denn hier ist die Verwendung nicht gestattet. Kauf dein Brot also am besten dort, wenn du auf Nummer sicher gehen willst.

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