menu
A Few Good Friends
Eine Initiative der
Mann fliegt im Traum auf Papierflieger

Ein Klartraum wird wahr! – Luzides Träumen eröffnet dir neue Welten

von Redaktion, 20.02.2018

Einmal als Astronaut durchs Weltall sausen? Auf einem Einhorn reiten? Als Rockstar die Massen begeistern? Warum nicht alles gleichzeitig? Der Weg dorthin lautet: Klarträumen. Denn da bestimmst du selbst, was du träumst.

Da fliegt man gerade gemütlich über die Wiesen und Felder, und plötzlich ist da dieser verblüffte Gedanke: "Moment mal! Das geht doch gar nicht, Menschen können doch gar nicht fliegen." Und trotzdem geht es munter weiter. So etwas ist dir schon einmal passiert? Dann hattest du einen sogenannten "luziden Traum" – einen Traum, in dem es dir bewusst wird, dass du träumst.

Prima, denn ab jetzt bist du der Chef und kannst wie ein Regisseur das Geschehen bestimmen. Eine Rundreise durch die Welt von "Game of Thrones"? Eine wilde Affäre mit dem oder der Angebeteten? Mit Rocky in den Ring steigen? Es liegt an dir.

Mädchen reitet auf einem Einhorn
Einhörner und andere Fabelwesen sind in Träumen völlig selbstverständlich.

Klarträumen kann man lernen

Rund ein Viertel aller Menschen hat mindestens einmal im Monat einen solchen Klartraum, fanden Forscher in Schlaftests heraus. Und noch besser: Man kann lernen, den Traumzustand zu erkennen und nach seinen Wünschen zu steuern.

Das Geheimnis liegt im REM-Schlaf. Das ist die Phase, in der wir Menschen am intensivsten träumen, begleitet von schnellen Augenbewegungen ("Rapid Eye Movement", daher die Abkürzung REM), einer kräftigen Atmung und erhöhtem Puls. Logisches Denken ist dabei außer Kraft gesetzt. In der wilden Traumwelt des REM-Schlafs gibt es wie selbstverständlich sprechende Pinguine, Dinosaurier im Schwimmbad oder Erdbeeren mit Pommes-Frites-Geschmack.

Der Trick beim luziden Träumen liegt darin, im REM-Schlaf die Logik wieder "dazuzuschalten". Um einen ersten Zugang zu deinen Träumen zu erlangen, hilft zum Beispiel ein Traumtagebuch. Hierin hältst du gleich nach dem Aufwachen fest, was du letzte Nacht im Schlaf erlebt hast. Gut geeignet sind außerdem Zeichnungen, um das Geträumte zu illustrieren – selbst wenn du kein Picasso bist. So schärfst du Schritt für Schritt dein Bewusstsein für deine Träume.

Diese Methoden führen zum luziden Träumen

Zum gezielten Erlernen kennt die Klarträumer-Gemeinde drei gängige Methoden, die australische Forscher unter die Lupe genommen haben. Am effektivsten ist es demnach, alle drei Verfahren miteinander zu kombinieren.

  • Los geht es mit dem sogenannten Realitätscheck. Gewöhne dir an, dich im Alltag regelmäßig zu fragen, ob du vielleicht gerade träumst. Ein Test könnte auch darin bestehen, dir die Nase zuzuhalten und dann mit ihr zu atmen. Die Idee ist, dass du diese Routine im Schlaf übernimmst. Kannst du dann tatsächlich plötzlich durch die geschlossene Nase atmen, wird dir klar: Du träumst.
  • Zweite Methode: die Autosuggestion, auch "mnemonische Induktion" genannt. Sie besteht darin, dass du vor dem Einschlafen eine Gedächtnisstütze wie ein Mantra ständig bewusst wiederholst, etwa "Heute Nacht werde ich meine Träume erkennen". Das soll das Bewusstsein aufrechterhalten.
  • Schließlich existiert noch eine Methode namens Wake Back To Bed". Dabei stellst du den Wecker so ein, dass er nach etwa 5-6 Stunden Schlaf Alarm schlägt. Bleibe einige Minuten wach und lege dich anschließend wieder zur Ruhe. So sollen Bewusstsein und Schlaf besser zusammenspielen.
Junge Frau schlafend mit dem Kopf auf dem Kissen
Viele Klarträumer empfinden den Schlaf als erholsamer.

Luzides Träumen ist mehr als Spaß im Schlaf

Fliegen, Fantasy und feuchte Träume: Ist Klarträumen nur Jux und Dollerei? Mitnichten, finden Gesundheitsexperten. Psychologen zum Beispiel setzen die Methode gegen Albträume oder Schizophrenie ein.

Der Sportwissenschaftler Dr. Daniel Erlacher fand heraus, dass Klarträumen Sportlern dabei helfen kann, komplexe Bewegungsabläufe besser zu verinnerlichen. In verschiedenen Internetforen berichten Klarträumer außerdem davon, dass sie am nächsten Morgen entspannter aufwachen.

Negative Auswirkungen wurden bislang nicht festgestellt, denn letztlich ist auch ein Klartraum nur ein Traum. 

Wie hat dir der Artikel gefallen?
0
2
×

Einwilligungserklärung für die Nutzung der Social Media Plugins

Für die Nutzung von Social-Media-Dienstangeboten diverser Unternehmen stellen wir Ihnen Social-Media-PlugIns zur Verfügung. Diese werden in einem 2-Klick-Verfahren auf den Online-Angeboten der AOK eingebunden. Die AOK erfasst selbst keinerlei personenbezogenen Daten oder über deren Nutzung mittels der Social PlugIns. Über diese PlugIns können jedoch Daten, auch personenbezogene Daten, an die US-amerikanischen Diensteanbieter gesendet und gegebenenfalls von diesen genutzt werden. Das hier eingesetzte Verfahren sorgt dafür, dass zunächst keine personenbezogenen Daten an die Anbieter der einzelnen Social-Media-PlugIns weitergegeben werden, wenn Sie unser Online-Angebot nutzen. Erst wenn Sie eines der Social-Media-PlugIns anklicken, können Daten an die Dienstanbieter übertragen und durch diese gespeichert bzw. verarbeitet werden.

close