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Vater und Tochter putzen gut gelaunt die Zähne vor dem Spiegel

Für 200 Euro Zähneputzen – sind elektrische Zahnbürsten sinnvoll?

von Jasmin, 17.08.2018

„Zahnärzte empfehlen…“ – ein beliebter Slogan bei Herstellern von Mundhygiene-Produkten. Meist sind es elektrische Zahnbürsten für mehrere hundert Euro, die hier angepriesen werden. Aber ist Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste wirklich besser als die manuelle Variante?

An der zweiminütigen, alltäglichen Prozedur des Zähneputzens scheiden sich die Geister: Der eine putzt lieber mit einer Handzahnbürste, der andere lieber mit einer elektrischen. Wer von beiden reinigt seine Beißerchen nun gründlicher?

Generell gilt: Die eine perfekte Zahnbürste gibt es nicht. Sowohl herkömmliche Handzahnbürsten als auch die E-Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Welche genau – das erfährst du im Folgenden.

Elektrische Zahnbürsten: Zwei verschiedene Arten

Grundsätzlich lassen sich im Universum der E-Zahnbürsten zwei verschiedene Systeme unterscheiden: die oszillierende Bürste, auch Rundkopfbürste genannt, und die (Ultra-)Schallzahnbürste.

Die Rundkopfbürste

Die oszillierende Zahnbürste reinigt die Zähne mit rotierenden Bewegungen. Dabei dreht sie sich allerdings nicht durchgängig in eine Richtung, sondern schwingt kreisförmig hin und her. Der Bürstenkopf ist kompakt und rund, damit er sich im beengten Mundinnenraum gut drehen kann. Die Reinigung erfolgt mechanisch, ähnlich wie beim Putzen mit einer Handzahnbürste. Die elektrische Variante nimmt dir dabei aber die Arbeit ab, in kreisenden Bewegungen über deine Zähne zu putzen: Sie schwingt selbstständig bis zu 4.400-mal pro Minute kreisförmig hin und her.

Du fährst mit dem Bürstenkopf parallel und möglichst sanft über deine Zähne. Starkes Aufdrücken ist nicht notwendig – und auch nicht gesund. Wichtig: Mit einer Rundkopfbürste musst du jeden Zahn einzeln behandeln, um ein gesundes Putzergebnis zu erreichen und auch in die Zahnzwischenräume zu gelangen.

Der Vorteil der rotierenden Zahnbürste: Die Rundkopfbürste ist komfortabel zu nutzen, entfernt Essensreste und Plaque ohne großen Aufwand und es gibt sie auch in recht preisgünstigen Varianten.

Der Nachteil dabei: Häufig sind die Borsten der Bürstenköpfe etwas zu hart für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch oder freiliegenden Zahnhälsen. Außerdem muss sehr gründlich und Zahn für Zahn geputzt werden – das ist nicht jedermanns Fall.

Die (Ultra-)Schallzahnbürste

Im Gegensatz zum Rundkopf-Modell ähnelt der Kopf der Schallzahnbürste herkömmlichen Handzahnbürsten. Er ist länglich und schmal und reinigt damit mehrere Zähne auf einmal. Leistungsstarke Ultraschall-Geräte schaffen bis zu 21.000 Schwingungen pro Minute. Sie reinigen die Zähne tatsächlich per Schall – und nicht mittels Vibration, wie es die nicht ganz so leistungsstarken Schallzahnbürsten tun. Während des Zähneputzens wird der Bürstenkopf im 45-Grad-Winkel an die Zähne gehalten und sanft darüber hinweg geführt.

Der Vorteil: Diese Bürsten zeichnen sich durch eine sehr gute Reinigungsleistung aus. Das gilt sogar dann, wenn du zum Beispiel eine feste Zahnspange trägst oder deine Zähne besonders eng zusammenstehen.

Der Nachteil: Der Anschaffungspreis ist je nach Modell beträchtlich. Inklusive Ersatz-Bürstenköpfen kann dein Geldbeutel beim Kauf schnell um 200 bis 300 Euro leichter werden. Außerdem brauchst du für echte Schallzahnbürsten spezielle Zahnpasta.

Patient zufrieden bei der Zahnarztuntersuchung
Wer seine Zähne regelmäßig und gründlich putzt, kann ganz entspannt zum Zahnarzt gehen. Die tägliche Pflege zahlt sich hier aus.

Die manuelle Variante

Auch die klassische Handzahnbürste hat sich im Laufe der Zeit verändert. Mittlerweile gibt es sie in vielen Formen und Größen, aus Holz oder Kunststoff, mit geraden, schrägen oder überkreuzten Borsten. Zusätzlich kannst du zwischen harten, mittleren und weichen Borsten wählen. Wer zu Zahnfleischverletzungen oder sogar -bluten neigt, sollte weiche Borsten wählen und keinesfalls mit zu viel Druck putzen. Das schont nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch den Zahnschmelz.

Ähnlich wie die Schall-Geräte wird auch die Handzahnbürste in einem 45-Grad-Winkel an den Zähnen entlang geführt. Geputzt wird mit kreisenden Bewegungen. Die letzte Bewegung sollte vom Zahnfleisch wegführen, um Plaque nicht in die Zahnfleischtaschen zu schieben.

Der Vorteil der Handzahnbürste: Sie ist konkurrenzlos günstig, kommt ohne Stromzufuhr aus und kann bei Abnutzung oder Nicht-Gefallen problemlos durch ein komplett neues Modell ersetzt werden.

Der Nachteil: Durch zu starken Druck und heftiges Schrubben schädigen einige Menschen ihren Zahnschmelz und ihr Zahnfleisch. Grund dafür ist ihr starkes Sauberkeitsbedürfnis und die fälschliche Annahme „viel hilft viel“.

Die Technik entscheidet

Was ist denn nun besser? Elektrisch oder manuell Zähne putzen? Ganz einfach: Entscheidend ist, womit du dich wohler fühlst. Hast du Bedenken, deine Beißerchen nicht richtig von Plaque befreien zu können, kannst du eine Rundkopfbürste ausprobieren. Menschen mit besonders sensiblem Zahnfleisch können hingegen von der Ultraschall-Variante profitieren. Mit der richtigen Putztechnik machst du aber auch mit der Handzahnbürste nichts falsch: Wer nicht zu stark aufdrückt, kreisende Bewegungen ausführt und am Ende die abgeputzte Plaque vom Zahnfleisch weg von den Zähnen bürstet, kann auch mit einer Handzahnbürste gesund und effektiv putzen. Wichtig ist bei allen drei Modellen, dass du mindestens zwei Minuten lang putzt. Schall- und Rundkopfbürsten geben dir dafür heutzutage praktischerweise Signale oder schalten sich sogar selbstständig ab, wenn die Zeit um ist.

Wie du dir mit einer elektrischen und mit einer manuellen Zahnbüste richtig die Zähne putzt, erklärt dir das folgende Video. Denn das Wichtigste bei der Reinigung ist die angewandte Technik – einen pauschalen Reinigungsvorteil hat keines der genannten Zahnbürstenmodelle.

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