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Ärztin entfernt Zecke von der Hand eines männlichen Patienten

Sommerzeit = Zeckenzeit: So schützt du dich richtig

von Redaktion, 25.04.2018

Sommerzeit ist in Deutschland leider auch Zeckenzeit. Die lästigen Parasiten haben in den warmen Monaten Hochsaison. Da sie gefährliche Krankheiten übertragen können, ist ein möglichst effektiver Schutz wichtig. Erfahre hier, was du gegen Zecken tun kannst.

Zecken lauern in den warmen Jahreszeiten vor allem in Büschen, hohen Gräsern und Hecken auf potenzielle Wirte. Sie sind zum Überleben auf menschliches oder tierisches Blut angewiesen. Doch während Zecken Blut saugen, können sie Krankheiten wie FSME und Borreliose übertragen. Wer sich vor den unliebsamen Stichen der Parasiten schützen will, kann auf altbewährte Methoden, Hausmittel oder moderne Sprays zurückgreifen. Mittel gegen Zecken beim Menschen gibt es viele – doch was hilft wirklich?

Kleidung: Unkomplizierter und effektiver Schutz

Als effektives Mittel gegen Zecken gilt vor allem das Tragen langer Kleidung. Denn wer den Spinnentierchen keine Haut zur Verfügung stellt, in der sie sich einnisten können, wird meist auch von ihnen verschont. Wenn du in der Natur unterwegs bist, tust du außerdem gut daran, deine Hose in die Socken zu stecken, festes Schuhwerk, ein langärmeliges Oberteil und einen Hut zu tragen – am besten in hellen Farben, damit die dunklen Parasiten auf dem Stoff gut zu erkennen sind. Fallen Zecken auf der Kleidung auf, sollten sie sofort entfernt werden.

Überhaupt gilt während und nach einem ausführlichen Spaziergang in der Natur: Such deinen Körper gründlich nach Zecken ab. So hast du die Chance, sie zu finden, bevor sie sich festsaugen.

Kokosöl und Kokosnüsse
Kokosöl kann Zeckenstichen vorbeugen, das funktioniert aber nicht immer zuverlässig. Als alleiniges Schutzmittel ist es daher nicht geeignet.

Hausmittel: Was bringen Schwarzkümmel-, Kokos- und Pfefferminzöl gegen Zecken?

Wer auf chemischen Zeckenschutz verzichten will, stolpert früher oder später über Tipps rund um Schwarzkümmel-, Kokos- und Pfefferminzöl. Bereits seit langer Zeit gelten diese Fette als Naturheilmittel und sollen auch Zeckenstichen vorbeugen. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit dieser Öle existieren allerdings bisher kaum. Ob die Hausmittel also wirklich verlässlich gegen Zecken helfen, ist bislang umstritten.

Einzig Kokosöl soll in gewissem Maße zum Zeckenschutz beitragen können. Es enthält Laurinsäure – und die können die Parasiten so gar nicht ab. Angeblich ist es der Geruch der Fettsäure, der abschreckend auf sie wirkt. Dies bestätigte eine Studie der FU Berlin, die in Labortests nachwies, dass 88 Prozent der Zecken, die auf mit Laurinsäurelösung eingeriebene Haut gesetzt wurden, sofort das Weite suchten.

Kokosöl enthält etwa 45 Prozent Laurinsäure und damit eine recht hohe Konzentration (zum Vergleich: Butter erreicht gerade mal fünf Prozent). Einige Tierchen dürften sich so wohl vertreiben lassen. Ein vollumfängliches Zecken-Repellent ist Kokosöl aber nicht. Es sollte daher nicht als einziges Abwehrmittel gegen Zecken eingesetzt werden.

Zecken-Repellents aus dem Handel: Autan, Anti Brumm und Co.

Im Drogeriemarkt um die Ecke findest du eine große Auswahl an chemischen Zeckenmitteln. Hier gibt es allerhand Zeckensprays, -cremes und -gels. Sie versprechen meist bis zu sechs Stunden umfangreichen Schutz, können bei empfindlicher Haut aber auch Reizungen verursachen. Neigst du zudem zu starkem Schwitzen, verdunstet das Repellent recht schnell. Daher gilt: Der Schutz sollte regelmäßig erneuert werden.

Wichtig: Nicht nur die freien Hautstellen behandeln, sondern auch unter der Kleidung sprühen – denn Zecken krabbeln oft ausdauernd herum auf der Suche nach der idealen Stelle für ihre Mahlzeit und können dabei durchaus unter die Kleidung geraten.

Welche Sprays und Cremes Zecken besonders gut (oder auch nicht) fernhalten, hat die Stiftung Warentest untersucht. Übertreiben solltest du es mit diesen chemischen Mitteln gegen Zecken allerdings nicht. Denn die Inhaltsstoffe, die die Zecken vertreiben, sind in hohen Dosen nicht ganz unschädlich für den Menschen. Das sogenannte DEET zum Beispiel kann Schleimhäute und Augen reizen und bei empfindlichen Menschen sogar allergische Reaktionen hervorrufen. Ähnliches gilt für den Wirkstoff Icaridin, der allerdings als schonender gilt.

Methoden-Mix als Vorsorge

Einen 100-prozentigen Schutz gegen Zecken gibt es nicht. Komplett auf Nummer sicher gehen kannst du eigentlich nur, wenn du zu Hause bleibst. Sobald die Sonne dich in einen nahegelegenen Park lockt oder zu einem Waldspaziergang verführt, kannst du auf Zecken treffen. Um diese Begegnung ungestochen zu überstehen, kombinierst du am besten mehrere Abwehrmittel. So potenziert sich die Schutzwirkung der einzelnen Methoden – und deine Chancen, den Sommer ohne Zeckenstich zu überstehen, stehen besser und besser.

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