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Kater vorbeugen: So bleibt der Hangover aus

Vorsorge statt Nachsorge! Wie du einen Kater meisterlich verhinderst

von Florian, 19.01.2018

Wenn du abends zu tief ins Glas schaust, bist du am nächsten Morgen gerädert. Doch wie schlecht es dir wirklich geht, hast du zum Teil selbst in der Hand.

Die 2015 verstorbene Rock-Legende Lemmy Kilmister hatte einen ganz speziellen Vorsorge-Tipp parat, um einen Hangover zu vermeiden: "Du musst mit dem Trinken aufhören, um einen Kater zu bekommen. Warum also aufhören?"

Klingt logisch – dennoch ist diese Strategie kaum empfehlenswert, sofern dir etwas an deiner Gesundheit liegt und du spätestens zum Wochenstart wieder klar denken willst. In der Regel wirst du eine feuchtfröhliche Party spätestens in den Morgenstunden verlassen, dich ins Bett legen und beim Aufwachen die drei berühmten Worte denken: nie wieder Alkohol.

Wein auf Bier, das rat' ich dir

Denn so schön das Trinkgelage am Vorabend auch war, so unangenehm sind die Folgen erhöhten Alkoholkonsums. Es gibt neben der Kopfschmerztablette zwar noch allerhand Tipps, wie ein solcher Kater besser zur ertragen ist, doch so richtig wirst du in den Stunden nach dem Aufwachen dennoch nicht auf einen grünen Zweig kommen.

Kater vorbeugen: So bleibt der Hangover aus
"Bier auf Wein, das lass sein" heißt es im Volksmund. Diese Regel kannst du guten Gewissensignorieren.

Wie schön wäre es da doch, wenn du erst gar keinen Kater bekommst – und zwar ohne auf die erheiternde Wirkung von Wein, Bier oder einem vorzüglichen Gin Tonic verzichten zu müssen. Der Volksmund hat da schon einige Tipps parat: "Wein auf Bier, das rat' ich dir. Bier auf Wein, das lass' sein," lautet eine angeblich goldene Regel, die es zu beachten gilt, wenn der Kopf am Tag nach der Party nicht brummen soll. Aber das ist natürlich absoluter Humbug, oder etwa nicht?

Durcheinandertrinken schadet nicht

Es gibt immerhin eine gewagte Theorie, die den ersten Teil der Aussage stützt. Denn eine gewisse Menge Bier, die relativ wenig Alkohol enthält, kann wie ein ausgiebiges Essen eine "Grundlage" schaffen. Dadurch trifft der höherprozentige Wein nicht auf einen leeren Magen und der Alkohol gerät langsamer in den Blutkreislauf.

Auf diese Theorie solltest du dich jedoch nicht verlassen. Ebenso wenig wie auf die Annahme, viele verschiedene Alkoholsorten durcheinanderzutrinken, würde den Brummschädel am nächsten Tag noch schlimmer machen – denn diese Behauptung ist wissenschaftlich nicht haltbar. Trinkst du mäßig, ist es egal, wie du den Alkohol mischst. Wenn du verschiedene Drinks konsumierst, hast du am Ende der Feier oft einfach mehr Alkohol zu dir genommen, als wenn du bei einem Getränk geblieben wärst.

Kater vorbeugen: So bleibt der Hangover aus
Selig schläft der Zecher ein – dafür ist dann das Aufwachen alles andere als angenehm.

Fusel verstärkt den Kater

Generell gilt aber: Je reiner der Alkohol, desto besser ist er verträglich. Bedeutet: Zwei Gläschen guter Wodka verursachen in der Regel weniger Kater als die gleiche Menge Alkohol durch billigen Fusel konsumiert, in dem oft Methanol steckt. Denn dieser Stoff ist für den Kater mitentscheidend.

Die oben schon erwähnte "Grundlage" zu schaffen, ist aber in jedem Fall sinnvoll. Damit ist gemeint, ausreichend und am besten fettig zu essen, bevor du trinken gehst. Denn Fett kann Alkohol binden, sodass dein Alkoholspiegel dann langsamer ansteigt. Noch wichtiger ist es allerdings, zwischendurch immer wieder etwas Nicht-alkoholisches zu trinken, am besten Wasser. So verteilt sich die Menge des aufgenommenen Alkohols auf ein größeres Gesamtvolumen an Flüssigkeit.

Und auch direkt vor dem Zubettgehen ist es ratsam, noch ein Glas Wasser zu trinken, auch wenn dich der Harndrang unter Umständen nochmals aufstehen lässt. Denn der Kater ist ja eine Folge des alkoholbedingten Wasserentzugs. Am besten nimmst du das letzte Wasser in Kombination mit einer Magnesiumtablette ein – das wird deinen Zustand nach dem Aufstehen um einiges verbessern.

Verzichte auf Zigaretten und Kopfschmerztabletten am Abend

Mit präventiven Kopfschmerztabletten solltest du hingegen vorsichtig sein: Paracetamol ist als Schmerztablette im Zusammenhang mit Alkohol nicht zu empfehlen, da es die Leber beeinträchtigen kann. Auch Aspirin und Ibuprofen sind nicht gut für die ohnehin angegriffene Magenschleimhaut. Solltest du nach deinem Rausch schlafen wie ein Stein, sind die Wirkstoffe der Tabletten beim Aufwachen ohnehin schon abgebaut.


Dafür lässt dich ein wenig bekannter Tipp den Morgen danach besser ertragen: Verzichte aufs Rauchen. Kettenraucher werden jetzt müde lächeln, aber die nicht zu unterschätzende Zahl an Partyrauchern sollte sich das zu Herzen nehmen: Nikotin senkt tatsächlich den Blutalkoholgehalt, wie US-Forscher bei einer Studie herausgefunden haben. Um nun trotzdem diesen angenehmen Glimm zu erreichen, der viele überhaupt erst zu Alkohol greifen lässt, muss schlichtweg mehr davon zugeführt werden. Das verstärkt wiederum den Kater.

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