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Home Office: Traumjob oder völlige Vereinsamung?

Arbeit im Home Office: Traumjob in Jogginghosen oder völlige Vereinsamung?

von Johanna, 27.10.2017

Gemütlich oder ganz allein? Arbeiten im Home Office hat seine Vor- und Nachteile. Unsere Autoren Florian und Johanna haben klare Meinungen zum Thema.

Flo: Pro - Jeden Tag ein Fußballspiel mehr gucken

Zeit ist ein kostbares Gut. Das merkst du vor allem als Berufsanfänger, wenn du plötzlich in einem Umfang gefordert wirst, wie nie zuvor. Auf der einen Seite fehlt dir noch die Routine, Aufgaben schnell zu bearbeiten, auf der anderen Seite willst du dich profilieren und bietest deine Arbeitskraft an, wo es nur geht. Neun Stunden oder mehr in der Firma sind keine Seltenheit; da bleibt für Freizeit, Partner und Freunde nur noch wenig Zeit übrig.

Deshalb ist es ein Geschenk, sollte dir dein Unternehmen anbieten, im Home Office zu arbeiten. Bei einem durchschnittlichen Anfahrtsweg von einer halben Stunde sparst du auf diese Weise jeden Tag 60 Minuten wertvolle Lebenszeit. Ziehst du das freiwillige oder obligatorische Herrichten im Badezimmer und vor dem Kleiderschrank hinzu, summiert sich der gesamte Prozess in Abhängigkeit deines Eitelkeitsfaktors schnell auf die Dauer eines Fußballspiels. Oder zwei Folgen deiner Lieblingsserie. Jeden Tag!

Solltest du allerdings zu denen gehören, die gerne auf den Bus warten oder erst im Stau so richtig entspannen können, hier noch ein paar andere Argumente für das Arbeiten im Homeoffice: Es spart sowohl die Reisekosten für Bus, Bahn oder Benzin als auch für den Mittagstisch im Restaurant. Als Radfahrer musst du dich weder nass, verschwitzt noch durchgefroren an deinen PC setzen und das ewige Bla Bla deines Tischnachbarn musst du auch nicht ertragen. Ebenfalls nicht zu verachten: Niemand guckt komisch, wenn du länger als zehn Minuten auf dem Klo verschwindest.

Johanna: Contra - Home Office macht dich zum Firmengeist!

Im Home Office sparst du Zeit, schon klar. Aber mal ganz ehrlich, nutzt du die Zeit auch? Abgesehen davon, dass du ein halbes Stündchen länger im Traumland weilst und dich nicht für die Arbeit pimpen musst – was macht du in der hochgepriesenen Mehrzeit? Bereitest du dir eine exquisite Mahlzeit zu, triffst dich mit Freunden, gehst zum Sport, frönst Hobby? Oder gammelst du auf der Couch und knabberst dabei an deinen favorisierten Chips?

Wie erfolgsversprechend die Heimarbeit ist, hängt zudem stark vom HO-Typen ab. Auf der einen Seite wäre die emsige Fleißkanone, die sich von ihrer gemütlichen Umgebung nicht beeindrucken lässt und ihre To-Do- Liste im Stakkato abhakt.

Auf der anderen Seite: der HO-Typ mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches. Er macht sich erstmal einen Kaffee, bevor er mit Aufgabe X startet. Und läuft um halb 10 nicht immer seine Lieblingssendung? Die schiebt er noch dazwischen. Was er während seiner Arbeitszeit im heiligen Home Office für den Job schafft? Einen Hauch von Nichts. Tatsächlich neigen viele HOler im trauten Heim zum Müßiggang. Sie arbeiten langsamer und teils länger als im Büro, weil bestimmte Aufgaben eben erledigt werden müssen. Mehrzeit? Ha, eine Illusion!

Und wie gut kannst du überhaupt dauerhaft alleine sein? Monologisierst du irgendwann und fühlst dich kaum noch gesellschaftsfähig? Zugegeben, einige Kollegen können manchmal nervig sein. Aber zumindest wecken sie Emotionen. Du interagierst mit ihnen, tauscht im Flurfunk die neuesten Nachrichten aus und bist schlichtweg existent. Wer hingegen regelmäßig zu Hause arbeitet, verschwindet von der Bildfläche.

Du wirst zum Firmengeist – unsichtbar und ohne Gesellschaft, denn kaum einer will dich nach deiner ständigen Abstinenz auf den neuesten Stand in Sachen Büro-Tratsch bringen. Langfristig im Home Office arbeiten? Nur auf eigene Gefahr.

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