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A Few Good Friends
Eine Initiative der
Hund im Büro: Gute Idee oder nicht?

Hund im Büro: Flauschoase oder Nervtöle?

von Florian, 16.01.2018

Der Hund im Büro: Sorgt er in erster Linie für gute Laune und Abwechslung oder stört er nur bei der Arbeit? Florian und Johanna sind unterschiedlicher Ansicht.

Flo: Contra – Rücksicht auf die Mitmenschen nehmen

Eines vorweg: Als Hundehasser bin ich unverdächtig, schließlich nannte ich selbst eine Mischung aus Dackel und Hirtenhund über mehr als ein Jahrzehnt mein Eigen und habe das Tier geliebt. Auch wenn ich damals noch die Schulbank drückte, wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, den Vierbeiner mit ins Büro zu bringen, so denn ich denn schon gearbeitet hätte. Und zwar aus Rücksicht.

Zum einen auf die Mitmenschen, bei denen Hundehaare in ihrer unmittelbaren Nähe zu brennenden Augen, Schnupfen oder Ausschlag führen. Zum anderen aus Rücksicht auf die Menschen, bei denen ein schwanzwedelnder Hund zur Begrüßung eher Abscheu oder Angst hervorruft als Begeisterung. Denn in der Regel riecht der beste Freund des Menschen strenger als der Kollege vom Nachbartisch, vor allem wenn es mal wieder regnet. Und hat auch größere Zähne. Und nicht zuletzt aus Rücksicht auf den Hund, der im Büro in der Regel nicht das bekommt, was er verdient: Ungeteilte Aufmerksamkeit, genügend Auslauf in Grünflächen, Abwechslung und Artgenossen, mit denen er herumtoben kann.

Dennoch kann ich verstehen, dass Kollegen ihren Hund zur Arbeit mitbringen – weil die Alternative noch weniger artgerecht ist: Den Hund acht Stunden oder mehr pro Tag alleine in der Wohnung zu lassen. Also sollte jemand, der sich weitgehend alleine um ein Haustier kümmern muss, vielleicht lieber ganz darauf verzichten. Oder zumindest die Möglichkeit des Home-Offices in Betracht ziehen.

Johanna: Pro – Vergiss die Haare, Hunde sind Liebe!

Florian sollte sich öfter an sein jüngeres Ich erinnern, das bei Hunden hoffentlich nicht nur an Haare, Allergien und Anstrengung gedacht hat – sondern an Glück und Spaß! Denn genau das bringen Vierbeiner in unsere grauen Bürogemächer, die mitunter viel zu steril und unpersönlich sind. Ein Hund durchbricht dieses emsige, fast schon maschinengleiche Treiben auf der Arbeit. Er kommt plötzlich angewatschelt und fordert zu ausgiebigen Streicheleinheiten auf. Wem da nicht das Herz aufgeht, der ist verloren! Ganz ehrlich, Menschen, die keine Hunde mögen, sind mir suspekt (ausgenommen natürlich Allergiker und wegen eines Angriffs traumatisierte Leute). Aber man kann schließlich niemanden zu seinem Glück zwingen.

Natürlich muss es Regeln geben. Ein unerzogener Hund, der die Grenzen seiner menschlichen Mitbewohner nicht respektiert, hat im Büro nichts zu suchen. Da stimme ich Florian ausnahmsweise zu. Der tierische Mitarbeiter darf unaufgeregt gute Laune stiften, aber kein Störfaktor sein. Damit das Bündnis zwischen Mensch und Hund im Büro funktioniert, ist eine Absprache mit Chef und Kollegen notwendig. Wo kann der Hund bleiben? Wer hat Angst? Eine Allergie? Und sind die Räumlichkeiten überhaupt hundefreundlich? Wenn die wichtigsten Fragen geklärt sind und sich die Fellnase bei der Arbeit nach einer Probezeit behaupten konnte, spricht aber nichts gegen eine tierisch gute Zusammenarbeit! Hunde sind Liebe und bringen Farbe in den tristen Büroalltag. Vielleicht erkennen das sogar nach einer Weile Menschen, die eigentlich Angst vor den haarigen Wesen haben.

Dass Hunde öfters stinken, ist übrigens wirklich ein lausiges Argument von Skeptik-Flo. Mir fallen einige seiner Mittagessen ein, die ein nachhaltigeres Odeur hinterließen. Und selbst wenn die Tiere manchmal eine Duftnote der anderen Art hinterlassen: Eine gute Gelegenheit, um mal wieder ordentlich zu lüften und etwas Leben in die Bude zu bringen!

Ich selbst habe übrigens leider (noch!) keinen Hund. Auch wenn ich mich über unsere Bürohunde freue, tut mir leid, dass sich die Tiere die meiste Zeit langweilen. Zwar ist es hier für die Vierbeiner neben ihrem Besitzer und anderen Menschen allemal schöner, als alleine zu Hause zu hocken. Eine Ideallösung ist es jedoch nicht. Dem Hundewohl zuliebe verzichte ich selbst daher auf einen Hund, solange ich Vollzeit arbeite.

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