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Mitarbeiter bei Gehaltsverhandlung

Geld her: Diese Argumente ziehen in der Gehaltsverhandlung

von Florian, 06.02.2018

Du möchtest mehr verdienen. Schließlich sind seit der letzten Gehaltsverhandlung schon wieder ein oder zwei Jahre vergangen. Das allein reicht als Grund allerdings meist nicht aus.

Die meisten Arbeitgeber bitten einmal im Jahr zum Mitarbeitergespräch, bei dem du umfangreiches Feedback zu deiner geleisteten Arbeit erhältst. Am Ende dieses Gespräches geht es normalerweise um deine Perspektiven und Ziele für die kommenden zwölf Monate – und wenn du gute Arbeit abgeliefert hast und dein Chef es gut mit dir meint, bietet er oder sie dir vielleicht auch gleich eine Gehaltserhöhung an.

Überlege dir eine Verhandlungstaktik für Gehaltsgespräche

Doch das ist eher die Ausnahme. In den meisten Fällen musst du das Thema Gehalt selbst ansprechen. Kein angenehmes Unterfangen, schließlich weißt du nicht, wie dein Chef überhaupt auf die Anfrage reagiert und mit welchen Gegenargumenten du unter Umständen konfrontiert oder gleich abgebügelt wirst. Aber einmal im Jahr sind Gehaltsgespräche durchaus sinnvoll und normal, auch wenn sich dein Jobprofil nicht verändert hat. Bei jeder Beförderung sowieso.

Um ein solches Gespräch erfolgreich zu gestalten, solltest du dir im Vorfeld eine Verhandlungstaktik zurechtlegen. Warum sollte man dir überhaupt mehr Geld zugestehen? Auf diese Frage brauchst du eine Antwort – denn nur die Tatsache, dass seit dem letzten Gespräch oder der Einstellung eine gewisse Zeit verstrichen ist, sorgt bei deinen Vorgesetzten nicht automatisch für Geberlaune.

Informiere dich so gut es geht über die Gehaltsstruktur

Wie viel mehr Gehalt könnte überhaupt drin sein? Die erste Maßnahme: Informiere dich bestmöglich über die Gehaltsstruktur in deiner Firma. Es gibt immer mehr Unternehmen, die mit dem Thema transparent umgehen. Ist das bei dir nicht der Fall, sprich einfach mal Kollegen an, mit denen du dich gut verstehst, und erfrage, was sie verdienen. Einige sind in dieser Angelegenheit durchaus offen.

Noch besser ist es, eine Vertrauensperson unter deinen Vorgesetzten anzusprechen. Die stehen mit dir zum einen nicht in Konkurrenz, zum anderen können sie dir aus ihrer langjährigen Erfahrung eine Verdienstspanne mit auf den Weg geben. An der kannst du dich orientieren und vermeiden, dich unter Wert zu verkaufen oder überzogene Ansprüche zu stellen. Die Hinzuziehung von Gehaltsvergleich-Portalen im Internet wie gehalt.de oder Plattformen wie kununu.com, auf denen Beschäftigte ihre Arbeitgeber anonym bewerten können, ist ebenfalls ratsam.

Jammern oder Drohen sind keine guten Ideen

Auch die Auseinandersetzung mit der wirtschaftlichen Situation deiner Firma gehört zur Vorbereitung eines Gehaltsgespräches. Geht es dem Unternehmen gut, ist ein Aufwärtstrend erkennbar, werden neue Mitarbeiter eingestellt oder sogar händeringend gesucht? All das kannst du im Hinterkopf behalten und es gegebenenfalls auch ansprechen, um den Wert deiner Arbeit hervorzuheben. Doch Vorsicht: Lass dich nicht zu Drohungen hinreißen nach dem Motto: "Wenn ich nicht mehr Geld bekomme, bin ich morgen weg". Das bringt in der Regel genauso wenig wie der Druck auf die Tränendrüse oder das Argumentieren mit eigenen Schulden.

Mitarbeiterin bei Gehaltsverhandlung
Bist du auch nervös bei einer Gehaltsverhandlung? Einmal im Jahr sind solche Gespräche ganz normal.

Führe objektive Argumente an

In der Gehaltsverhandlung geht es vielmehr um objektive Argumente: Inwiefern ist deine Arbeit besser oder wichtiger geworden? Dabei kannst du Lob aus Feedback-Gesprächen zitieren, neu hinzugekommene, anspruchsvolle Aufgaben oder eine höhere Verantwortung anführen. Nachweisliche Erfolge gehören ebenso in das Gespräch wie gewinnbringende Projekte, an denen du beteiligt warst. Betrachte die Verhandlung als Verkaufsgespräch, in dem du deinen persönlichen Nutzen für den Betrieb unterstreichst. Dein Chef wird sich überlegen, wie viel mehr Geld du ihm wert bist im Gegensatz zu einem neuen Mitarbeiter, der im Falle deines Weggangs eingearbeitet werden müsste.

Mitarbeiterin bei Gehaltsverhandlung
Schreibe dir ruhig in Stichpunkten auf einen Zettel, warum du deiner Meinung nach mehr Gehalt verdienst.

Steige leicht über deiner Maximalforderung ins Verhandlungsgespräch ein

Irgendwann kommt es dann vermutlich zu der Frage aller Fragen: "Was stellen Sie sich denn vor?" Deine Antwort auf diese Frage ist wichtig, denn sie bestimmt den weiteren Verlauf des Gesprächs. Du solltest aufgrund deiner Vorbereitung auf den Termin ein Maximalgehalt im Kopf haben, das nicht komplett unrealistisch ist, sowie ein Minimalgehalt, mit dem du dich notfalls zufriedengeben kannst. Steige am besten leicht über deinem Maximalwert in die Verhandlung ein – in der Regel wird dein Boss immer versuchen, den Preis zu drücken.

Sollte bei dem Gespräch herauskommen, dass es – aus welchen Gründen auch immer – gar keinen Spielraum für eine Gehaltserhöhung gibt, sprich Alternativen an: mehr Urlaub, erfolgsabhängige Prämien oder andere Benefits. Nach dem Termin kannst du dir dann immer noch überlegen, ob du deine Zukunft unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch in der Firma siehst.

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