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Keine Lust auf Arbeit: Was tun gegen das Motivationsloch?

Kein Bock auf Arbeit? Was du tun kannst, wenn der Job zum Frustmonster wird

von Redaktion, 27.10.2017

Der Wecker, dieses miese Stück! Eben warst du noch im Traum ein umschwärmter Hollywoodstar, jetzt holt dich das Gepiepe in die graue, öde Realität zurück. Die mit dem Arbeitsweg auf verstopften Straßen und vollbesetzten Bahnen. Die mit den immer gleichen Excel-Tabellen. Die mit den Kollegen, die Witze erzählen, bei denen du schon gestern kein überzeugendes Lächeln mehr hinbekommen hast. Bis zur Rente sind es noch mindestens 30 Jahre und du hast jetzt schon keine Lust mehr auf Arbeit ...

Kein Wunder, wenn laut einer Umfrage der US-Meinungsforscher von Gallup neun von zehn Beschäftigten unzufrieden in ihrem Job sind. Du bist da keine Ausnahme? Dann bleibt nur die Erfindung, die dich reich und berühmt macht – oder du liest die folgenden Tipps für neue Motivation im Job.

Bei Burn-out-Symptomen: Ziehe die Reißleine!

Eines vorweg: Frust über die Arbeit ist alltäglich und überwindbar – Depressionen, dauernde Müdigkeit oder ständige Übellaunigkeit sind es nicht. Wenn die Abneigung gegen die Arbeit bereits so groß ist, dass dir schon das Aufstehen den Angstschweiß ins Gesicht treibt, dann ist es allerhöchste Zeit, die Reißleine zu ziehen. Konsultiere bei derartigen Symptomen einen Arzt oder einen Psychologen, lasse dich krankschreiben und suche Hilfe. Deine Gesundheit ist wichtiger als jeder Arbeitsplan. Nur, wenn ein Burn-out noch in weiter Ferne liegt, sind die nachfolgenden Hinweise sinnvoll.

Sterne im Dunkeln: Den Blick aufs Positive richten

Nichts an deinem Job ist positiv? Stimmt nicht – du hast es in den Jahren zwischen Kopierer, Tacker und Bildschirm nur aus dem Blick verloren. Dabei gibt es doch durchaus Gründe, warum du den Job trotz allem immer noch machst. Du denkst jetzt: "Ja, aber nur wegen des Geldes"? Na und? Das ist doch schon einmal was. Schließlich bezahlst du damit nicht nur dein Dach über dem Kopf, sondern auch das Fitnessstudio, den Kurztrip nach Barcelona und die wöchentliche Pizza mit deiner Crew.

Und hebt die Arbeit nicht auch dein Selbstwertgefühl? Und gibt dem Tag Struktur? Denn mal ehrlich: Wäre jeden Tag Liegenbleiben, während alle anderen zur Arbeit gehen, die bessere Lösung? Du siehst: Selbst die ödeste Arbeit hat ihren Sinn.

Keine Lust auf Arbeit: Was tun gegen das Motivationsloch?
Richte deinen Blick auf die Freuden außerhalb der Arbeit – die du dir dank des Jobs viel besserleisten kannst.

"Das haben wir uns verdient": Verschaffe dir Erfolgserlebnisse

Keiner lobt dich? Dann nimm das selbst in die Hand! So kannst du dir die nötigen Erfolgsgefühle verschaffen:

  • Denke dir eine Belohnung aus, die du dir nach einem durchgestandenen Arbeitstag gönnst. Wolltest du nicht schon lange den neuen syrischen Imbiss am Markt ausprobieren? Mal wieder Badminton spielen gehen? Den Directors Cut vom "Herrn der Ringe" gucken? Worauf immer du dich den Tag über freuen kannst: Heute Abend ist es fällig.
  • Denke nicht nur an den Feierabend, sondern teile deine Arbeit gedanklich in kleine Häppchen auf nach dem Motto: 90 Minuten durchziehen, dann 10 Minuten entspannen. So richtest du den Blick zwischendurch immer wieder darauf, was du schon geschafft hast. "Pomodoro-Technik" nennt sich diese Methode des Zeitmanagements. Die Intervalle sind zu lang? Dann machst du eben nach 25 Minuten Arbeit jeweils fünf Minuten Pause.
  • Bei einer besonders undankbaren Aufgabe: Verabrede mit dir selbst, für fünf Minuten konzentriert daran zu arbeiten und dann wieder aufzuhören, wenn es wirklich sooo schlimm ist. Der Trick dabei: Ist der Anfang erstmal gemacht, kommt einem das meiste nicht mehr so belastend vor.

Ab 17 Uhr fängt das Leben an: Dein Job ist nicht alles!

Ist der Job öde und nimmt darüber hinaus auch noch die Hälfte des Tages ein – umso wichtiger ist die andere Hälfte deiner wachen Zeit. Denn hier findet dein wahres Leben statt: Ausgehen, Hobbys, Freunde, Liebe, Familie. Wen kratzt dich schon ein missgelaunter Chef, der dich für seine Fehler verantwortlich macht, wenn du dich gleich darauf umdrehen und den heißen Abend mit deinem neuem Schatz im Kopf Revue passieren lassen kannst?

"Irgendwas ist immer": Den absoluten Traumjob gibt es nicht

Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer süßer? So kommt es dir vor, wenn du in deinem aktuellen Job frustriert bist, keinen Bock auf Arbeit hast, und dir vorstellst, wie es woanders sein könnte. Aber bevor du unüberlegte Entscheidungen triffst, denk daran: Auch in anderen Firmen hat es vielleicht der eine oder andere unfähige Trottel in eine Führungsposition gebracht.

Auch dort gibt es Ulknudeln und Langweiler unter den Kollegen. Auch dort stellen Kunden vielleicht die immergleichen dummen Fragen. Und selbst vielbeneidete Menschen wie Hollywoodstars oder Konzernlenker haben Nachteile zu erleiden, etwa 18-Stunden- Tage oder die ständige Verfolgung durch Paparazzi. Denk daran, wenn du einmal wieder in der Was-wäre- wenn-Schleife hängst. Vielleicht ist dein Job dann plötzlich gar nicht mehr soo frustrierend!

Keine Lust auf Arbeit: Was tun gegen das Motivationsloch?
Ein klärendes Gespräch kann vieles verbessern – erst recht, wenn du konkreteLösungsvorschläge parat hast.

Alles kann, nichts muss

Viel Frust im Job entsteht aus dem Eindruck, hilflos zu sein. Doch nicht umsonst war "alternativlos" schon einmal "Unwort des Jahres". Statt mit gelangweilter Miene allen zu zeigen, was sie dich einmal können, siehe lieber zu, was alles geht.

  • Schenke den Kollegen ein Lächeln und mache freundlichen Small-Talk: Das hebt die Stimmung und du findest die- oder denjenigen, die oder der deinen schrägen Humor teilt.
  • Mache aktiv Vorschläge, wie die Arbeitsprozesse verbessert werden können. Das wird nicht immer auf offene Ohren stoßen, aber auch mit kleinen Schritten kann man einen Marathon laufen.
  • Spreche deine(n) Vorgesetzte(n) an, wenn du dich unter- oder überforderst fühlst. Habe keine Angst, dass sie oder er dich dann komisch ansieht: Du weißt selbst, ob du den Job gut machst oder nicht.
  • Überlege dir, ob auch Teilzeitmodelle infrage kommen nach dem Motto: Die Hälfte verdienen, aber doppelt so gut leben.
  • Wenn im aktuellen Job nichts mehr geht: Wohin kannst du dich verändern? Könnte ein Firmenwechsel helfen? Denn auch wenn es den absoluten Traumjob nicht gibt, so doch vielleicht einen besseren. Hauptsache, du hast dein Schicksal wieder in der eigenen Hand.
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