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Überfordert im Job: Muss ich kündigen?

Klartext statt Kündigung: Wie du Überforderung am Arbeitsplatz ansprichst

von Johanna, 07.12.2017

Du fühlst dich permanent überfordert im Job? Fast schon wie ein Loser, der den Anforderungen nicht genügt? Höchste Zeit, um der Negativspirale zu entkommen. Diese Strategien können dir helfen.

Überfordert im Job? Begib dich auf Ursachenforschung

Stress lass nach… denkst du dir, während dein Schreibtisch vor lauter To-Do- Post-its überquillt, das Telefon schrillt und gleich das nächste Meeting ansteht. Der Kloß in deinem Hals wird immer größer, deine Stimme schriller und irgendwie fühlt sich dein Arbeitsmotor Hirn überhitzt an – steckst du etwa bereits in der Burn-out- Falle?

Klar ist: So kann es nicht weitergehen! Sonst macht dich die Arbeit wirklich noch krank. Vielleicht tut sie das auch bereits. Es ist allgemein bekannt, dass der Krankenstand deutscher Mitarbeiter seit Jahren ansteigt – Stress bei der Arbeit ist eine Ursache.

Kündigen ist eine Möglichkeit, um dem Problem zu begegnen. Bevor du aber eine derart radikale Maßnahme ergreifst, begib dich auf Ursachenforschung – welche Gründe stecken hinter deiner Überforderung am Arbeitsplatz?

Neuer Job und überfordert – was tun?

Eine typische Phase, in der du dich überfordert fühlen kannst, sind die ersten Monate im neuen Job. Die erste Zeit im neuen Unternehmen ist schließlich ziemlich turbulent. Neue Leute, neue Aufgaben, neue Regeln… bis du dich eingroovst, dauert es seine Zeit. Manchmal gehen mit der Einarbeitung auch Überstunden einher. Wenn dich das Aufgabenpensum deutlich überfordert, kann es helfen, das Zuviel genau zu strukturieren. Führe zum Beispiel ein Tagebuch, in das du schreibst, in welchen Situationen du dich unsicher fühlst. Wie kannst du das ändern? Folge deinen eigenen Handlungsempfehlungen, um mittelfristig eine Besserung zu erzielen.

Außerdem ist es hilfreich, mit anderen zu sprechen. Hast du Freunde oder Bekannte, die ebenfalls einen neuen Job begonnen haben? Dann tausche dich mit ihnen aus. Vielleicht hat aber auch mit dir gemeinsam ein neuer Kollege in der Firma begonnen, mit dem du deine Erfahrungen teilst und von dem du nützliche Ratschläge erhältst.

Überfordert im Job: Muss ich kündigen?
Such den Kontakt zu neuen Kollegen.

Nett ist die kleine Schwester von Burn-out

Immer nur nett zu sein, ist auf Dauer vor allem eines: anstrengend. Das soll kein Aufruf dazu sein, im Job den Rüpel raushängen zu lassen. Aber bedenke: Nette Menschen werden nicht immer nett behandelt. Da der liebenswerte Mitarbeiter nur schwer "Nein" sagen kann, übernimmt er jede noch so nervige Aufgabe. Er wird häufiger ausgenutzt als der selbstbewusste Neinsager. Die Folge: Irgendwann ist er maßlos überfordert, weil er nicht gelernt hat, für sich einzustehen.

Falls du dich gerade angesprochen fühlst, dann kannst du versuchen, der Nettigkeitsfalle wie folgt zu entkommen: Vertraue auf dein Bauchgefühl. Sagst du zu einer Aufgabe "Ja", aber denkst eigentlich "Nein "? Dann antworte beim nächsten Mal nicht direkt bejahend, sondern bitte um etwas Zeit, um dir darüber Gedanken zu machen. Wenn du dich nach der Überprüfung deiner Kapazitäten zu einem "Nein" durchringen kannst, dann äußere dies direkt und ohne Umschweife: "Nein, das passt nicht in meinen Zeitplan.". Eine Entschuldigung ist nicht notwendig.

Sprich mit deinem Team oder mit deinem Chef

Manchmal reicht die Zeit hinten und vorne nicht, um alle Aufgaben zu erledigen. In solch einem Fall suche den Kontakt zu deinem Team oder deinem Vorgesetzten. Gemeinsam besprecht ihr die Aufgabenverteilung. Was könnt ihr verbessern, damit du und vermutlich andere sich nicht maßlos überfordert fühlen?

Strategischer Tipp: Warte einige Zeit ab, bevor du das Gespräch mit deinem Chef suchst. Die Belastung hält unter Umständen nur für einen kurzen Zeitraum an und entspannt sich dann wieder. Wenn das Problem jedoch von Dauer ist, dann sprich Klartext.

Bei zu viel Arbeit: Projekte tauschen

Wenn dein Chef auf dich zukommt mit der Bitte ein neues Projekt zu übernehmen, ist das erst einmal ein positives Zeichen: Er vertraut dir und deinen Kompetenzen. Wenn du jedoch bereits vollkommen überlastet bist, weckt die Aussicht auf noch mehr Arbeit vermutlich erst einmal Panik in dir.

Nur die Ruhe, eine gute Möglichkeit darauf zu reagieren, ist folgende: Erkläre deinem Boss, welche Projekte du bereits hast und dass du das neue gerne annimmst, wenn du ein anderes abgibst, da du bereits ausgelastet bist. Damit giltst du nicht als faul, sondern verschaffst dir vielmehr Respekt. Denn du stellst dein Gespür für Zeitmanagement und verantwortungsbewusstes Arbeiten unter Beweis.

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