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Nur nicht 0815: Worauf du bei kreativen Bewerbungen achten solltest

von Redaktion, 08.06.2018

Ein Job, mehrere hundert Bewerber, ein strenger HR-Manager. Wie sollst du da aus der Masse herausstechen? Eine kreative Bewerbung kann ein Türöffner sein. Aber was ist ok und was ist zu gewagt?

Da ist er. Dein Traumjob. Zum Greifen nah. Vermutlich online und auf deinem Bildschirm, aber das Betatschen deines Laptop-Displays bringt ihn dir nicht näher. Damit du aus der Masse der Bewerber herausstichst, die den Job genauso toll finden wie du, muss deine Bewerbung auffallen. Alles, nur nicht 0815.

Klarer Fall: Eine kreative Bewerbung muss her. Hältst du dich bei der an ein paar wichtige Grundregeln, steigen deine Chancen auf Sichtbarkeit erheblich. Und somit auch auf das Ergattern deines Traumjobs. Beachte beim Schreiben einer kreativen Bewerbung aber immer ein paar essenzielle Dos und Don’ts – denn wer im Rampenlicht stehen will, muss sich seiner Sache bombensicher sein. Von originell zu peinlich ist es oft nur ein kleiner Schritt.

DO: Individuelles Konzept und Design für die kreative Bewerbung finden

Überlege dir zu Anfang eine grundsätzliche Form beziehungsweise ein Konzept. Wie ist der Grundgedanke deiner Bewerbung? Möchtest du das klassische Lebenslaufformat aufbrechen, vielleicht deine Jobstationen als Zeitstrahl darstellen oder als Mindmap? Mit grafischen Elementen oder Kuchendiagrammen? Gestaltest du deine Bewerbung als Werbeflyer im Corporate Design der Firma? Gerade Bewerber für kreative Jobs mit Fokus auf Ton und Bild dürfen gern aus dem Vollen schöpfen. Ein Bewerbungsvideo, eine eigens aufgesetzte Bewerbungshomepage oder ein ausgeklügeltes grafisches Konzept? Zeig, was du kannst.

DON‘T: Nicht übertreiben und den Inhalt dabei vergessen

Sehr wichtig: Verlier den Inhalt in deiner Begeisterung nicht aus den Augen. Denn Personaler befassen sich nur wenige Minuten mit deinen Unterlagen, und es ist ein komplettes Ausschlusskriterium, wenn der Betrachter das Wesentliche deiner Bewerbung nicht schnell und sicher erfassen kann. Also verzettele dich nicht in bunten Bildchen und Animationen, die den Leser verwirren, erschlag ihn nicht mit deiner Bewerbung. Dein oberstes Gebot ist Klarheit und Übersichtlichkeit. Ansonsten hast du nämlich ganz schnell einen ziemlich genervten und verwirrten HR-Manager, der überhaupt keine Lust mehr auf dich hat, weil es ihm beim Anblick deiner Bewerbung vor den Augen flimmert.

DO: Pass dich an den Arbeitgebern an

Wo bewirbst du dich? Ist es ein junges, hippes Unternehmen oder ein eher konservatives Haus? Pass dich an den Arbeitgebern an. In klassischen Berufen wie z.B. Bankkaufmann/-frau oder Steuerberater ist ein buntes Feuerwerk nicht unbedingt gefragt und wird eher misstrauisch beäugt. Mitunter werden sogar noch klassische Bewerbungen auf Papier verlangt. Richte dich nach den Gepflogenheiten deiner Branche und nimm dich gegebenenfalls zurück. Aber auch bei einer eher klassisch gehaltenen Bewerbung kannst du dich von der Masse absetzen und zum Beispiel vom Standard DIN-A4-Format abrücken. Warum nicht mal ein Lebenslauf im Querformat oder auf einem quadratischen Papier? Besonders wertig wirken die Unterlagen auf schwerem 120-Gramm-Papier in seidenmatter Optik.

DON‘T: Mixen verschiedener Formate

Hast du dich einmal für eine Form für deine Bewerbung entschieden, gilt die eiserne Regel: bleib dabei! Hast du die erste Seite deines Lebenslaufes als tabellarische Auflistung deiner verschiedenen Lebensstationen begonnen, ist ein Fließtext im zweiten Teil fehl am Platz. Hast du dich für eine kreative Bewerbung mit starkem Fokus auf die grafische Darstellung entschieden, darf sie nicht ab der Hälfte wieder in das Standardformat rutschen. Das wirkt sonst unentschlossen und ängstlich. Eine kreative Bewerbung benötigt Zeit – und ein klares Konzept. Sammle also vorab Ideen, strukturiere sie und stell dich auf ein wenig mehr Arbeit ein als bei deinen bisherigen tabellarischen Lebensläufen.

Eine kreative Bewerbung
Eine kreative Bewerbung benötigt Zeit – und ein klares Konzept. Sammle also vorab Ideen, strukturiere sie und stell dich auf ein wenig mehr Arbeit ein als bei deinen bisherigen tabellarischen Lebensläufen.

DO: Professionell bleiben

„Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich…“ Gähn. Bewerbungsfloskeln kennen wir alle. Und wir alle finden sie langweilig und unnatürlich. Warum nicht einfach mal ein bisschen weniger gestelzt? Tendenziell spricht nichts gegen ein freundliches „Hallo“ oder „Guten Tag“, auch gerne mit direkter Ansprache des Arbeitgebers, HR-Managers oder direkten Vorgesetzten.

Das Anschreiben bei einer kreativen Bewerbung darf sprachlich ruhig flotter ausfallen. Trotzdem solltest du aber unbedingt professionell bleiben, Umgangssprache vermeiden und dich der Tonalität des Arbeitgebers anpassen. Generell gilt: Duzt die Firma den Bewerber in der Stellenanzeige, darf auch der Bewerber die Firma duzen – und entsprechend in der Mehrzahl „ihr“ schreiben. Wird der Bewerber von vornherein gesiezt, solltest du ein zu lockeres Anschreiben auf jeden Fall vermeiden und strikt beim „Sie“ bleiben.

Auch, wenn die Bewerbung kreativ und das Unternehmen cool ist – es ist immer noch ein Job. Da haben platte Sprüche, zwinkernde Smileys und Emojis zur Bewertung deiner Fähigkeiten und Arbeitsleistung nichts zu suchen. Das mag bei einem Facebook-Posting lustig wirken, auf Bewerbungsunterlagen ist es deplatziert, selbst bei kreativen Lebensläufen.

DON‘T: Hausaufgaben vernachlässigen

Eine originelle und flippige Bewerbung entbindet dich nicht von deinen „Hausaufgaben“. Du musst die Bewerbung genauso sorgfältig auf das Unternehmen zuschneiden, dich informieren und schlau machen wie sonst auch. Ein individuell für den Arbeitgeber formuliertes Anschreiben ist Pflicht bei jeder kreativen Bewerbung, ebenso sorgfältiges Korrekturlesen.

DO: Vermeide Design-No-Gos

Soll es beim regulären DIN-A4-Format bleiben und sprachlich etwas dezenter sein, kannst du zumindest mit Farben und Schriften spielen, um deine Bewerbung aus der Masse herauszuheben. Halte dich daher an folgende Regeln, die für Fachleute im Grafikdesign zum kleinen Einmaleins gehören:

  • Verwende maximal drei Schriftgrößen. Überschrift, Unterpunkt, Fließtext. Das hilft dem Leser deiner Bewerbung, den einzelnen Inhalten Relevanz zuzuordnen und sich schneller in der Struktur deines Textes zurechtzufinden.
  • Arbeite mit Kontrasten. Ob Schrift oder Farbe – alles Ton in Ton wirkt schnell einfallslos und dröge. Traust du dich nicht an eine grafische Darstellung, kannst du immerhin bestimmte Abschnitte deines Lebenslaufs in einer Signalfarbe akzentuieren, beispielsweise deine Überschriften. Die dürfen dann auch gern in einer extravaganteren Schrift gesetzt sein und sich vom Fließtext absetzen. Aber Vorsicht: Arbeite mit maximal drei Farben und behalte das Farbschema auf allen Seiten deiner Unterlagen strikt bei! Ebenso mische nicht mehrere Schriften wild durcheinander und achte darauf, dass die Schriften lesbar sind – viktorianische Schnörkel, für die man eine Lupe braucht, sind fehl am Platz!
  • Fasse dich kurz. In Designer-Kreisen gilt vor allem eins: viel Weißraum lassen! Stopfe die Seiten nicht voll bis zum Anschlag, sondern gestalte luftig und übersichtlich. Denk daran, der Personaler möchte schnell erkennen können, wer und was du bist.

Vorlagen für kreative Bewerbungen
Vorlagen für kreative Bewerbungen sind nicht das Gelbe vom Ei. Häufig wirken sie aufgesetzt, passen nicht zum Job und auch nicht zu dir und deiner Persönlichkeit.

DON‘T: Vorlagen kopieren

Aller Anfang ist schwer. Sprühst du nicht gerade vor Ideen oder weißt nicht, wo genau du ansetzen sollst, ist die Verlockung groß, einfach ein Muster für eine kreative Bewerbung herunterzuladen. Alles ist schon designt, das Format vorgegeben und zum Ausfüllen mit den eigenen Daten bereit. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Auf die Idee, flugs bei Pinterest ein hübsches Design runterzuladen, kommst unter Garantie nicht nur du. Kreativität und Individualität? Fehlanzeige. Im schlimmsten Fall läuft dem HR-Manager dieselbe „kreative“ Bewerbung häufiger über den Weg. Nimm dir daher lieber ein bisschen mehr Zeit, denk über dich und das, was du mit deinen Unterlagen von dir zeigen willst, gründlich nach und finde dein individuelles Konzept. Denn bei einer kreativen Bewerbung steht neben Design vor allem eins im Mittelpunkt: deine Persönlichkeit.

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