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"Guck mal, ein Eichhörnchen!": Wie du dich nicht mehr so leicht ablenken lässt

von Johanna, 14.11.2017

Konzentration ist bei dir Mangelware? Willkommen im Club der abschweifenden Denker! Die gute Nachricht: Du kannst deinen Fokus stärken. Erfahre hier, wie genau.

Kennst du das: Während dein Kollege seine Aufgaben im Akkord erledigt und ihn selbst ein apokalyptisches Unwetter nicht aus der Ruhe bringt, lenkt dich selbst der Nieser deiner Sitznachbarin ab. Es bedarf nicht einmal fremden Einwirkens. Du lieferst auch von selbst reichlich Stoff, der dich von deiner Arbeit abbringt – Stichwort: Smartphone. Am Ende des Tages ärgerst du dich, weil sich deine Aufgaben zu einem unerklimmbaren Mount Everest summiert haben.

Zunächst einmal: Keine Panik, auch wenn du bereits dein ganzes Leben die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens hattest – das kann sich ändern! Auch du kannst deine Konzentration steigern, allerdings musst du dich aktiv darum kümmern.

Ursachen für Konzentrationsblockaden

Der erste Schritt, um deine Konzentrationsschwäche zu überwinden, lautet wie so oft: Finde die Ursache. Davon gibt es verschiedene. Hier findest du eine Übersicht der Faktoren, die womöglich deinen Konzentrationsmangel begünstigen. Vielleicht entdeckst du dich gleich in mehreren Punkten wieder.

  • Emotionale Faktoren (zum Beispiel eine Trennung, ein Streit oder Probleme in der Familie)
  • Äußere Ablenkungsfaktoren (zum Beispiel das Smartphone, das Internet oder Störgeräusche)
  • Bewegungsmangel
  • Schlafmangel und Müdigkeit
  • Stress

Du hast deine Konzentrationsblockaden identifiziert? Sehr gut, wir präsentieren dir Strategien, wie du deine Konzentration stärken kannst.

Emotionale Störfaktoren eliminieren mit dem Sorgenzettel

Wenn du positiv eingestellt bist, fallen dir selbst schwierige Aufgaben leicht. Denn du hast die Motivation und die Konzentration dafür. Hast du jedoch Sorgen, bist du regelrecht blockiert. Warum ist das eigentlich so? Ein Grund ist, dass du dich auf eine Situation eingestellt hast, die sich plötzlich ändert. Damit muss dein Gehirn erst mal klarkommen. Ein Beispiel wäre die Trennung vom Partner: Ist die Beziehung beendet, sind die Synapsenverbindungen im Gehirn noch nicht auf das Liebes-Aus eingestellt. Es braucht Zeit, bis sich diese lösen und wieder neue Verbindungen entstehen.

Nun bist du deinem Hirn nicht hoffnungslos ergeben. Du wirst deinen emotionalen Stress zwar nicht wundersam verschwinden lassen können, aber du kannst ihn aufschreiben. "Was zur Hölle soll das bringen?", denkst du womöglich. Folgendes: Wenn du aufschreibst, was dich die ganze Zeit beschäftigt, lässt du deine Sorgen für kurze Zeit los. Wenn sie auf einem Zettel stehen, befreist du dich für eine bestimmte Zeit physisch von dem Problem. Erst nach getaner Arbeit holst du diesen "Sorgenzettel" wieder hervor und setzt dich damit auseinander.

Vielleicht klappt die Methode nicht sofort, aber sie ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Je nach emotionaler Belastung ist es außerdem ratsam, sich seinem Chef mitzuteilen, um den Leistungsabfall zu erklären. Manche Dinge lösen sich erst, wenn man sich intensiv damit auseinandergesetzt hat. Dafür bedarf es manchmal einer Auszeit.

Shut up, Smartphone & Co: Wie du Ablenkungen vermeidest

Dein Smartphone ist stets griffbereit und im Internet surfst du von Berufs wegen sowieso die ganze Zeit? Leider sind das zwei Faktoren, die dich permanent aus der Konzentration reißen. Was ist zu tun? Du ahnst es bereits: Pack dein Handy in die Tasche und schalte es stumm, damit du erst gar nicht in Versuchung kommst. Die Maßnahme ist so simpel wie effektiv. Gleiches Prinzip beim Störfaktor Internet: Schließe deine Browser-Fenster, wenn du sie nicht benötigst, genauso wie deine E-Mail-Programme. Jetzt zählt nur deine Aufgabe. Wenn du diese beendet hast, kannst du dich mit der vollen digitalen Dröhnung belohnen.

Du lässt dich leicht von Kollegen ablenken? In diesem Fall bitte sie höflich darum, dich nicht zu unterbrechen. Wenn die Angelegenheit eilt, dann schreibe dir deinen letzten Gedankengang auf, um später genau an der Stelle fortzufahren.

Solltest du zu jener Sorte Mensch gehören, die sich bei Musik gut konzentrieren kann, dann setze Kopfhörer auf und entfliehe in deine Welt! Es gibt wissenschaftliche Studien darüber, dass insbesondere klassische Musik von Mozart die Konzentration nachweislich steigern soll – möglicherweise auch deine? Und selbst wenn du keine Musik hörst – Kopfhörer fungieren als "ich bin gerade nicht ansprechbar"-Signal und retten deine Konzentration vor allzu mitteilsamen Kollegen.

 
Konzentration steigern: Wie du wieder effizienter arbeitest
Mach’ in der Mittagspause einen Spaziergang, um einen klaren Kopf zu bekommen.

Move on up: Bewegung steigert die Konzentration

Pausen sind gesetzlich vorgeschrieben, was viele Arbeitnehmer trotzdem nicht daran hindert, diese ausfallen zu lassen. Auch wenn dein Job stressig ist: Mach einen Break – deinem Hirn und deiner Muskulatur zuliebe. Am besten du bewegst dich an der frischen Luft und denkst an etwas anderes. Vielleicht findet sich auch ein Kollege, mit dem du gerne in der Pause entspannst. Wenn du nicht komplett abschalten kannst, könnt ihr zumindest gemeinsam lamentieren – auch das hilft bereits, um deine Konzentration zu steigern.

Außerdem kannst du dich mit Gymnastikübungen lockern und so deine Konzentration fördern. Einige Beispiele findest du in unserem Beitrag " Undercover-Physio: 4 unauffällige Übungen gegen Rückenschmerzen".

Einatmen, ausatmen: Löse Stresssituationen

Auf deiner To-do-Liste stehen hunderte Aufgaben und sie werden nicht weniger. Du willst sie am liebsten parallel angehen und kommst gefühlt kein Stück voran. Während dein Stresspegel ungeahnte Höhen erreicht, sinkt deine Konzentration rapide. Stopp! Atme erst mal tief ein und aus und sag dir selbst, dass es gerade nicht um Leben und Tod geht. Es ist Arbeit, die du gewissenhaft erledigen solltest, aber du bist auch nur ein Mensch.

Sobald du dich beruhigt hast, gehe deine Aufgaben nacheinander an. Das wichtigste zuerst, das, was länger warten kann, zuletzt. Und mach' zwischendurch immer wieder eine kurze Pause, um dich mit klarem Kopf dem Neuen widmen zu können.

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