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Frauen unterhalten sich und lachen

Gut kopiert: Warum Nachahmung dich deinen Mitmenschen näherbringt

von Redaktion, 30.01.2018

Menschen, die Mimik und Gestik ihres Gegenübers beim ersten Kennenlernen imitieren, wirken ganz besonders sympathisch. Wir erklären dir, was hinter dem Phänomen „soziales Mimikry“ steckt.

Messenger-Dienste wie WhatsApp oder auch Dating-Apps sind zweifellos praktisch und deshalb auch immer angesagter. Doch trotz des Booms an Kommunikation und Flirts auf virtueller Ebene: Um herauszufinden, ob dir ein Mensch im echten Leben sympathisch ist, kommst du um ein persönliches Beschnuppern einfach nicht herum. Meist ist dir nach einem Plausch von Angesicht zu Angesicht bereits nach wenigen Minuten klar, ob du jemanden magst und somit auch Interesse an einem näheren Kennenlernen hast.

Spannend dabei: Wer beim ersten Kennenlernen die Gestik, Mimik und Körpersprache seines Gegenübers nachahmt, sammelt sofort ein paar fette Sympathie-Bonuspunkte. Das haben die Freie Universität Berlin und die Uni Leipzig mit einer Ende 2017 veröffentlichten psychologischen Studie belegt.

Viele Menschen unterhalten sich
Wer die Körpersprache seines Gegenübers imitiert, wirkt meist sympathischer.

Eines der wichtigsten Ergebnisse: Es gibt Menschen, die sich wie eine Art soziales Chamäleon verhalten, indem sie andere ganz besonders häufig imitieren. Eine unbewusste, gleichzeitig aber auch überaus erfolgreiche Strategie, um beim Gegenüber besser anzukommen und dessen Zuneigung zu gewinnen.

Durch Mimikry können wir unsere eigene Beliebtheit steigern

Für die Studie wurde eine Analyse mit insgesamt 139 einander unbekannten Teilnehmern erstellt. Dabei untersuchten die Wissenschaftler in nach Geschlechtern getrennten Kleingruppen von vier bis sechs Personen, wie sich das sogenannte soziale Mimikry auf ein Kennenlerngespräch auswirkt. Alle Teilnehmer begegneten sich zu fünfminütigen Plaudereien und bewerteten vorher und nachher, wie angenehm sie den jeweiligen Gesprächspartner empfanden.

Später analysierten die Forscher dann mit Hilfe von Videomitschnitten, wie stark die einzelnen Teilnehmer ihr jeweiliges Gegenüber nachahmten – ganz egal, ob nun durch Körperhaltung, Gesten, Sprache, Verhaltensweisen oder Gesichtsausdrücke. Mochten einige Kandidaten ihre Gesprächspartner von Anfang an, übernahmen sie häufiger Ausdrücke oder Verhaltensweisen. Andere Teilnehmer zeigten dagegen kaum oder gar kein Nachahmverhalten.

Gespräch zweier Menschen
Viel und entspannt zu lächeln wirkt oft Wunder.

„Durch Mimikry teilen wir unbewusst mit, dass wir jemanden mögen und können damit unsere eigene Beliebtheit steigern“, erklärt Maike Salazar Kämpf von der Uni Leipzig. Doch wie so oft im Leben, gibt es auch beim Phänomen des sozialen Chamäleons eine Kehrseite. Bereits 2009 fanden Forscher der Uni Leiden im niederländischen Enschede nämlich heraus, dass Menschen, die andere verstärkt nachahmen, von ihrem Gegenüber auch leichter getäuscht und belogen werden können. Andere Teilnehmer des Tests, die nicht unbewusst nachahmten, schätzten ihre Gesprächspartner dagegen realistischer ein.

Bewusste Tricks für eine sympathische Körpersprache

Wie gesagt: Soziales Mimikry ist ein von deinem Unterbewusstsein gesteuerter Prozess. Zum Glück gibt’s andere Körpersprache-Tricks, die du bewusst einsetzen kannst, um bei deinen Mitmenschen sympathischer rüberkzukommen:

  • 1. Lächele viel und entspannt: Das wirkt in den meisten Fällen Wunder. Du erscheinst sofort sympathischer und somit auch unbedrohlicher. Allerdings sollte dein Lächeln authentisch wirken – und nicht angespannt-bemüht. Das erzeugt nämlich eher eine negative Reaktion.
  • 2. Setze deine Augenbrauen ein:  Wenn du zum Beispiel bei der Begrüßung deine Brauen lange und deutlich anhebst, erzeugst du damit ein Kindchenschema und sammelst automatisch Pluspunkte. So wirken deine Augen nämlich größer und ungefährlicher.
  • 3. Nicht den Mund verstecken: Du tendierst dazu, in einem persönlichen Gespräch immer wieder an deinem Mund, Bart oder an deiner Nase herum zu zupfen? Damit hast du bei deinem Gegenüber leider schon verloren. Denn wenn du deine Mimik verdeckst, erscheinst du sofort unsympathischer.
  • 4. Immer wieder mal den Kopf neigen: Durch diese Haltung machst du dich automatisch kleiner und zeigst deinem Gesprächspartner den Hals und somit die verletzlichste Stelle deines Körpers. Forscher haben übrigens festgestellt, dass ein geneigter Kopf beim Flirten ein attraktives Signal darstellt.
  • 5. Achte auf eine asymmetrische Körperhaltung: Diese Haltung erreichst du zum Beispiel durch einen seitlichen Stand oder ein ausgestelltes Bein. Bleibe beim Smalltalk im Stehen beweglich und verlagere immer wieder dein Gewicht. So wirkst du entspannt-flexibel – und nicht konfrontativ.
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