menu
A Few Good Friends
Eine Initiative der
Beine eines Läufers neben Müllsack

Joggend aufräumen: Plogging ist der neue Lauf-Trend aus Schweden

von Redaktion, 23.04.2018

Ein Lauf, eine Idee – ein Trend. Seit einige Schweden beim Jogging Müll einsammeln und das im Internet zeigen, rollt weltweit der Plogging-Zug. Mit Recht: Denn von Plogging profitieren alle.

Wer als Erstes auf die naheliegende Idee kam, beim Lauftraining einfach mal den Müll aufzulesen und mitzunehmen, wird sich wohl nicht mehr klären lassen. Sicher scheint, dass man dem Kind in Schweden zuerst einen Namen gab: „Plogging“, zusammengesetzt aus "plocka" (schwedisch für "sammeln") und "Jogging". Denn das entsprechende Hashtag tauchte zunächst in den Netzwerken der Nordländer auf.

Der Überwindung folgt der Stolz

Plogging ist ebenso einfach wie umweltfreundlich: Läuferinnen und Läufer nehmen eine Mülltüte mit auf ihre Runde und sammeln darin alles, was ihnen unter die Augen kommt: weggeworfenes Papier, Plastikflaschen oder Zigarettenstummel. Das kostet zu Beginn sicher ein wenig Überwindung, doch auf den vielen Instagram-Postings sieht man auch den Stolz über einen erfolgreichen Einsatz. Natürlich wird das Beutegut anschließend sachgerecht entsorgt.

Wie gesund ist Plogging?

Das Schöne an der neuen Trendsportart: In der Regel wird der Fitnesseffekt des Lauftrainings sogar noch gesteigert. Denn die Wechsel im Bewegungsablauf wirken wie ein Intervalltraining. Beim Laufen wechselt der ambitionierte Plogger zwischen langen und kurzen Schritten, zwischendurch bückt er sich, richtet sich wieder auf oder macht Kniebeugen.

Das spricht verschiedene Muskelgruppen an und verbrennt auch noch nach dem Joggen kräftig Kalorien. Denn beim Intervalltraining bleibt der Stoffwechsel auch nach dem Workout noch erhöht und verbrennt weiter Kalorien. Nachbrenneffekt nennt sich dieser Vorgang.

Doch es gibt auch Risiken für das laufende Räumkommando. So warnen Fitness-Experten vor zu viel Sammelwut. Der Grund: Trägt der Plogger eine zu schwere Mülltüte, gerät die natürliche Körperhaltung aus der Balance. Die gegenüberliegende Körperseite muss das Gewicht ausgleichen. Deshalb sollten die Läufer die Tragehand regelmäßig wechseln und auf eine aufrechte Haltung achten. Es gibt aber auch kreativere Ansätze, wie diese Instagrammerin beweist:

Auch Hilfskräfte werden gern eingesetzt. Doch auch hier gilt es, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.

Ebenso sollten Plogger darauf achten, den Rücken und den Nacken nicht zu überanstrengen und auf Warnsignale zu hören. Als ungeübter Läufer heißt es also: langsam an die joggende Mülljagd herantasten. Du gehörst zu den Übereifrigen? Dann lies hier, warum du beim Sport mal halblang machen solltest.

Wird Plogging DER Trendsport?

Mittlerweile hat das Müllabfuhr-Jogging überall auf der Welt Nachahmer gefunden. Vor allem Nord- und Mittelamerika sowie Indien posten fleißig in den sozialen Netzwerken. Ein Triathlon-Team aus Costa Rica soll den Sporttrend sogar in sein Trainingsprogramm aufgenommen haben. Immer häufiger werden auch regelrechte Plogging-Events ausgerufen, um mit geballten Joggerkräften ein ganzes Gebiet oder einen Stadtteil vom Müll zu befreien. Im Heimatland Schweden gibt es laut der Community-Plattform Plogga im Abstand von nur wenigen Tagen Events für laufende Müllsammler.

Und auch in Deutschland ist der neue Fitnesstrend angekommen. Auf der Webseite von  Plogging Cologne sind die ersten Events hierzulande aufgeführt. Bis zu einer flächendeckenden Bewegung wie in Schweden ist es zwar noch ein langer Weg – doch der lohnt sich. Denn Natur und Fitness danken es gleichermaßen.

Wie hat dir der Artikel gefallen?
0
1
×

Einwilligungserklärung für die Nutzung der Social Media Plugins

Für die Nutzung von Social-Media-Dienstangeboten diverser Unternehmen stellen wir Ihnen Social-Media-PlugIns zur Verfügung. Diese werden in einem 2-Klick-Verfahren auf den Online-Angeboten der AOK eingebunden. Die AOK erfasst selbst keinerlei personenbezogenen Daten oder über deren Nutzung mittels der Social PlugIns. Über diese PlugIns können jedoch Daten, auch personenbezogene Daten, an die US-amerikanischen Diensteanbieter gesendet und gegebenenfalls von diesen genutzt werden. Das hier eingesetzte Verfahren sorgt dafür, dass zunächst keine personenbezogenen Daten an die Anbieter der einzelnen Social-Media-PlugIns weitergegeben werden, wenn Sie unser Online-Angebot nutzen. Erst wenn Sie eines der Social-Media-PlugIns anklicken, können Daten an die Dienstanbieter übertragen und durch diese gespeichert bzw. verarbeitet werden.

close