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Ein Zen-Garten à la Fernost

Kopf frei: Im Mini-Zengarten die Seele baumeln lassen

von Jasmin, 13.08.2018

Ein Miniatur-Zengarten gehört mittlerweile eigentlich zum Standard-Repertoire eines jeden Baumarkts und Gartencenters. Aber warum eigentlich? Ganz einfach: Ihn zu pflegen entspannt Körper, Geist und Seele – und wirkt schon fast meditativ.

Die Ästhetik japanischer Zengärten zieht Menschen in Fernost schon seit Jahrhunderten in ihren Bann. Dabei handelt es sich um Steingärten, bei denen im Gegensatz zu europäischen Gärten kein Wert auf bunte und hübsche Blumen gelegt wird, sondern auf minimalistische Elemente und harmonische Strukturen. Statt Erde verwendest du einen speziellen Deko-Kies, der gröber als Sand ist und sich dadurch gut für Muster eignet, die du mit dem Rechen ins Beet kehren kannst.

Die strukturierten Beete wirken durch ihre minimalistische Gestaltung beruhigend, entschleunigend und entlastend – und sind damit genau das Richtige, um sich ein Refugium vom chaotischen und stressigen Alltag zu schaffen. Wer keinen Garten, keinen Hof oder keine Dachterrasse zur Verfügung hat, muss aber nicht auf die Ruheoase verzichten. Das Zen-Feeling kann in Form eines Mini-Zengartens nämlich auch supereasy in die eigenen vier Wände integriert werden.

Zengarten für die Wohnung – ein Teil asiatischer Lebensphilosophie

Die Indoor-Variante des Zengartens ist im japanischen Raum schon lange ein fester Bestandteil des heimischen Dekors. In großen Städten wie Tokio oder Osaka leben die meisten Menschen in kleinen Wohnungen in Hochhauskomplexen – und können somit auch keinen Steingarten anlegen. Dennoch legen sie großen Wert auf die filigrane Integration der Natur in ihre Zivilisation. Das verschafft den vom strengen Arbeitsleben ausgelasteten Menschen Entspannung im kleinen Format.

Dabei gilt es als meditativ, den Zengarten konzentriert anzulegen, die Welt um sich herum einfach mal zu vergessen und durch die Versunkenheit in die Tätigkeit ein neues Selbst zu erfahren. Klingt doch richtig nach „Seele à la Buddha baumeln lassen“, oder?

Die Ausrüstung für einen Zen-Garten
Ein Zengarten besteht vorwiegend aus Steinen. Für den individuellen Touch können aber auch Muscheln zum Einsatz kommen.

Mini Zengarten anlegen: Das brauchst du

Einen Mini-Zengarten konzentriert anzulegen, klingt erst mal ein wenig abstrakt. Wie soll man da nur konkret anfangen? Orientiere dich an den folgenden grundsätzlichen buddhistischen Aspekten:

  • Dein eigener kleiner Zengarten soll dir zu einer neuen Selbsterfahrung verhelfen – und nicht einfach nur hübsch wie ein Blumenbeet angelegt werden, um möglichst viele Instagram-Likes abzustauben.
  • Wähle für die Zengarten-Deko natürliche Materialien und dezente Farben. Vermeide große knallige Farben und einen künstlichen Plastik-Look.
  • Herzstück des Zengartens sind die Muster, die du mit einem Bambusrechen in den Kies kehrst. Pflanzen kommen nur selten und akzentuierend zum Einsatz.
  • Überlade den Zengarten nicht mit Schnickschnack. Er lebt von seinem Purismus und seiner minimalistischen Struktur.

Soll es mit dem Mini-Zengarten dann endlich los gehen, benötigst du folgende Essentials:

  • Eine Steinschale, in der du deinen Mini-Steingarten anlegst. Ob rund oder eckig, bleibt deinem Geschmack überlassen.
  • Feinen Deko-Kies, je nach Lust und Laune in Weiß, Champagner, Grau, Ocker oder Schwarz.
  • Glatte, kleine Massage-Steine, farblich vom Deko-Kies abgehoben.
  • Wahlweise eine Mini-Buddha-Figur, eine Mini-Brücke oder eine Mini-Pagode aus Holz – oder einige Mini-Pflanzen.
  • Einen oder mehrere Bambusrechen mit unterschiedlich großen Abständen zwischen den Zinken, je nachdem, wie viele verschiedene Muster du in den Kies kehren willst.

Mini-Zengarten anlegen – so gehst du vor

  1. Vergiss alles um dich herum, pack genüsslich alle Deko-Elemente aus und konzentrier dich einfach nur auf deine Kreativität und die natürlichen Materialien in deinen Händen.
  2. Lege die Steinschale vor dir auf einen Tisch oder auf den Boden und schütte deinen Deko-Kies hinein.
  3. Nimm den Bambusrechen und verteile den Kies mit der glatten Seite gleichmäßig in der Schale.
  4. Nun kommt der Moment der Momente: Versuche, mit dem Bambusrechen gleichmäßige Linien in den Kies zu zeichnen. Du kannst dabei ganz intuitiv vorgehen: gerade Linien, Kreise, Halbkreise, Wellen – mach einfach das, wonach dir der Sinn steht.
  5. Bist du beim Muster deiner Träume angelangt, setzt du vereinzelt Steine in die Linien. Nimm vorerst nur zwei Stück und platziere sie möglichst nicht nebeneinander. Gib ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten.
  6. Optional kannst du nun auch noch weitere Figuren, Pflanzen und Materialien integrieren. Denk aber dran: Überlade den Zengarten nicht, sondern versuche lediglich, den Fluss der gezogenen Muster mit einzelnen Elementen zu unterstreichen.

Einen Zen-Garten in der Wohnung anlegen
Ein Mini-Zengarten darf auch ruhig mal etwas düster angehaucht sein.

Meditationseffekt – einfach mal loslassen

Der beruhigende Effekt des Mini-Zengartens liegt vor allem darin, dass bei seiner Gestaltung Konzentration gefordert ist. Im Nu vergisst du den ganzen Stress im Büro, die lästigen Verpflichtungen des Erwachsenenlebens und das Chaos in deiner Wohnung.

Der Steingarten bringt mit seinen klaren Strukturen zudem auch deine Gedanken wieder in eine geordnete Reihenfolge. Du lernst unbewusst, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden – und vor allem, dass die Welt nicht untergeht, wenn mal ein wenig Arbeit liegen bleibt.

Deswegen ist nicht nur der Schaffensprozess ein wichtiger Teil der Meditation, sondern auch das anschließende Betrachten des filigranen und puristischen Musters. Und das darfst du immer wieder genießen, wenn du dich nach Harmonie und Ruhe sehnst.

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