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A Few Good Friends
Eine Initiative der
Mutter und Tochter sitzen in einer Seilbahn.

Familienbande: Urlaub mit den Eltern – Drama oder heile Welt?

von Sirany, 13.02.2018

Als Erwachsener noch – oder wieder – mit den Eltern in den Urlaub fahren. Kann das überhaupt gut gehen? Aber ja! Es gibt einige gute Gründe, mal wieder mit der Familie Ferien zu machen.

Gut hat es sich damals angefühlt, als du das erste Mal alleine ohne deine Eltern Urlaub gemacht hast. Egal, ob es auf den Ponyhof ging, du ins Zeltlager gefahren bist oder dich mit der Jugendreisegruppe ins Nachtleben von Lloret de Mar gestürzt hast. Aufgrund des Wissens, nicht ständig unter der Beobachtung deiner Eltern zu stehen, kam endlich so ein Gefühl von Unabhängigkeit auf.

Vielleicht waren es aber auch die letzten gemeinsamen Urlaube mit der Familie, die dir als Teenager in schlechter Erinnerung geblieben sind. Du und deine Mutter, wie ihr euch am Strand ankeift. Du und dein Vater, wie ihr euch beim Essen im Restaurant anschweigt, weil ihr euch kurz vorher gestritten habt. Lass dich von diesen Gedanken nicht abschrecken, wenn es darum geht, mit den Eltern zu verreisen – die Zeiten haben sich höchstwahrscheinlich geändert.

Du bist doch kein Teenie mehr!

In der Pubertät bist du möglicherweise häufig mit deinen Eltern aneinandergeraten. Die Hormone spielten verrückt, du wolltest dich abgrenzen und abnabeln. Die Vorstellung, dich von Mama und Papa in den gemeinsamen – aber erzwungenen – Familienurlaub schleifen zu lassen, war die Hölle.

Irgendwann ist dein Rebellentum aber einem Harmoniebedürfnis gewichen. Plötzlich hast du dich wieder blendend mit deinen Eltern verstanden: Ihr könnt vernünftig miteinander reden, diskutieren, lachen – und auch konstruktiv streiten. Mit dieser Grundlage spricht nichts mehr dagegen, es erneut mit einem gemeinsamen Urlaub zu versuchen.

Ob du nur mit deinen Eltern verreist, Oma und Opa einpackst, die Geschwister, deinen Partner oder gleich alle sechs Großtanten und -onkel mitnimmst, bleibt euch überlassen. Im Hinterkopf behalten solltest du allerdings: Je mehr Familienmitglieder mitfahren, umso mehr Bedürfnisse müsst ihr berücksichtigen. Andererseits kann ein Mehrgenerationen-Urlaub aber auch äußerst amüsant und weniger verkrampft sein, als wenn du nur mit deinen Eltern Ferien machst.

Mehrere Generationen einer Familie sitzen im Sommer am Steg
Sommer, Steg und Sonnenschein im Mehrgenerationen-Urlaub.

Das spricht für den Familienurlaub

Mit welchen Familienangehörigen du letztendlich auch in den Urlaub fährst, es gibt einige gute Gründe, die für die gemeinsamen Ferien sprechen. Zum einen lernst deine Family neu kennen. Beim Reisen verbringt ihr sehr viel Zeit miteinander – auch in neuen, ungewohnten Situationen. Es ist ein Unterschied, ob du deine Eltern nur für ein Wochenende besuchst, wenn du in der Heimat bist, oder 24/7 mit ihnen die spanische Küste entlangfährst.

Als Teenager oder Kind hast du deine Eltern im Urlaub außerdem anders erlebt als jetzt. Denn damals warst du für manche Aktivitäten, Geschichten oder Gespräche einfach zu jung und hast sie vielleicht nicht richtig verstanden. Jetzt kannst du ihnen auf Augenhöhe begegnen.

Möglicherweise entspinnen sich abseits vom Alltagsstress richtig tiefgründige Gespräche, wie du sie vorher noch nie mit deiner Familie geführt hast. Das kann den Zusammenhalt zwischen euch stärken, aber auch dich ein Stück weiterbringen. Um dich selbst zu finden, musst du nicht unbedingt alleine als Backpacker durch Südostasien reisen. Vielleicht hilft eine Woche mit den Eltern am Strand von Sankt Peter-Ording genauso viel.

Außerdem kann es gut sein, dass du im Urlaub weitaus empfänglicher für Ratschläge deiner Eltern bist, die du im Alltag beim Mittagessen am Küchentisch einfach als Unsinn abtun würdest.

Wo soll’s hingehen?

Bei der gemeinsamen Urlaubsplanung mit der Familie gibt es zuerst zwei wichtige Fragen zu beantworten: In welches Land wollt ihr reisen? Und in welcher Unterkunft wollt ihr übernachten? Dabei kommt es darauf an, welche Mitglieder der Familie mitkommen. Deine Großeltern möchten höchstwahrscheinlich nicht mehr im Low-Budget-Hostel schlafen und finden einen Strandurlaub ansprechender als eine Tour durch den südamerikanischen Dschungel. Aber auch das ist alles vom Typ abhängig. Viele Senioren sind heute noch so fit, dass sie sich eine Reise in ferne Regionen zutrauen. Tipp: Eine organisierte Rundreise durch ein Land ist ein guter Kompromiss zwischen DIY-Abenteuer und All-inclusive-Cluburlaub. 

(© 2018 Shutterstock/vectorfusionart)
We are family: Ist man aus dem Teenie-Alter raus, ist es plötzlich nicht mehr peinlich, mit den Eltern zu verreisen.

Wichtig: Den anderen Familienmitgliedern Freiräume lassen

Was für den Urlaub mit dem Partner oder der besten Freundin gilt, zählt übrigens auch für die Ferien mit der Familie. Irgendwann bekommt jeder einmal im Verlauf der Reise seinen Rappel. Dann ist es am besten, sich ein paar Stunden aus dem Weg zu gehen und einfach sein Ding zu machen. Schließlich seid ihr alle Individuen, braucht eure Freiräume und nicht jeder hat auf jede Aktivität Bock.

Wenn deine Mutter also versucht, dich zur Shoppingtour auf dem Basar zu überreden, während du viel lieber die Natur außerhalb der Stadt erkunden willst, mach ihr das ruhig und verständlich klar. Ihr seid zwar eine Familie, das bedeutet aber nicht, dass ihr jede freie Minute auf Reisen miteinander verbringen müsst. Schließlich war der Urlaub mit deinen Eltern bislang gerade so entspannt, weil ihr locker und ungezwungen miteinander umgegangen seid – und genau so soll es auch bleiben.

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